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Hermann Lehmann

Die Geschichte beginnt mit Hermann Lehmann. Er ließ um 1903 den Dampfmühlenbetrieb H. Lehmann, nebst Speicher, Verwaltungsgebäude und Stallungen in Werneuchen an der Beiersdorfer Straße 1 errichten. Eines der modernsten und innovativsten Mühlenbetriebe der ganzen Region. Die Mühle lag damals noch abseits der Stadt. Etwa zur selben Zeit ließ er auch als erster Siedler eine Villa in der Beiersdorfer Straße 1 errichten. Er legte mit dieser Investition den Grundstein zur Besiedlung des Gebietes links und rechts der Beiersdorfer Straße. Um etwa 1904 wurde H. Lehmann Bürgermeister in Werneuchen und löste damit Herrn Lamprecht ab, der bis dato das Amt inne hatte. Nachdem schon 1898 die Bahnstrecke Berlin- Werneuchen mit einer feierlichen Einweihung am Bahnhof Werneuchen in Betrieb gegangen war gründete H. Lehmann zur Unterstützung der weiteren Entwicklung den "Verkehrsverband der Reichsbahnstrecke Berlin- Werneuchen" und wurde sein Vorsitzender. Hermann Lehmann war ein Pionier der Stadt, seiner Zeit immer voraus, engagiert als Unternehmer, Bürgermeister und Verbandsvorsitzender. Die Stadt Werneuchen verdankt Hermann Lehmann einen großen Teil seiner wirtschaftlichen und baulichen Entwicklung ab der Jahrhundertwende. Die damalige Blüte und der Aufschwung der Stadt hat eng mit ihm zu tun.

Hermann Lehmann seine Herkunft liegt bisher im Dunkeln. Doch er besaß noch eine Mühle in Falkenberg bei Bad Freienwalde. Ab 1935/36 hat ein Erich Breucke die Mühle als Pächter übernommen. (Seine Frau Anna Breucke- geborene Pluschke stammte aus Schlesien und war übrigens die Schwester der Mutter von Frau Böttcher die in der Altstadt 14 wohnt.) Die Mühle war verbürgt 1949 noch in Betrieb und brannte aber ungefähr 1953 ab.( Die Zeit in der alle Mühlen nach und nach durch Sabotage und Brandstiftung angezündet wurden.)

Vom 29.6.1918 ist uns ein Telegramm von H. Lehmann des Amt Werneuchen anlässlich der Hochzeit von Anna Stock und Hans Bothe vom Stadtschloss Werneuchen erhalten geblieben.
Zur Erläuterung: Anna Stock war die jüngste Tochter von Robert Stock, dem Besitzer des Gut Werneuchen mit Poststation- also noch ohne Schloss. Die älteste Tochter Frieda Stock war schon vereiratet mit Hans Müller. Beide hatten nach dem Tod von Vater Robert Stock die Poststation abgerissen und dann das Gutshaus bzw. Schloss errichtet. Danach zogen die beiden auf das neu errichtete Schloß nach Werneuchen. Die jüngere und unverheiratete Anna Stock zog mit ihnen um und wohnte ebenfalls in dem Schloß. Anna Stock lernte hier den Landwirt Hans Bothe kennen und bald feierten die beiden Hochzeit
 Zu dieser Heirat telegrafierte Hermann Lehmann und viele Andre aus Werneuchen ihre Glückwünsche.
Danach zogen die beiden auf das neu errichtete Schloß nach Werneuchen. Die jüngere und unverheiratete Anna Stock zog mit ihnen um und wohnte ebenfalls
in dem Schloß. Bis sie hier den Landwirt Hans Bothe kennenlernte und heiratete. Zu dieser Heirat telegrafierte Hermann Lehmann.
In der frühen Zeit des Dampfmühlenbetriebes zur Jahrhundertwende, ereignete sich ein Arbeitsunfall, indessen Folge der Angestellte Albert Hermann Schmidke tödlich verunglückte. Er war mit mit Ida Schmidke, geborene Wielke verheiratet gewesen. Ida Schmidke übernahm von ihrem verunglückten Ehemann einiges an Vermögen. Ihr gehörte u.a. das Rathaus, welches ihr Mann zur Jahrhundertwende zunächst als Wohn- und Geschäftshaus erbauen ließ und dann der Stadt Werneuchen als Rathaus verpachtete. Die Witwe Ida Schmidke geb. Wielke verkaufte das Rathaus 1925 an die Stadt.
Aus dieser Ehe mit Schmidke waren bereits 3 Kinder hervorgegangen.
1. Willi Schmidke und 2. Karl Ferdinand August Schmidke geb. 4.2.1884 (Standesamt Buckowin 3/84) und verstorben am 27.12.1954 (Standesamt Weißensee 918/54). Von dem evtl. dritten Kind haben wir bisher keine Information.
Ida Schmidke übernahm von ihrem verunglückten Ehemann einiges an Vermögen. Ihr gehöhrte u.a. das Rathaus, welches ihr Mann zur Jahrhundertwende zunächst als Wohn- und Geschäftshaus erbauen ließ und dann der Stadt Werneuchen als Rathaus verpachtete. Die Witwe Ida Schmidke geb. Wielke verkaufte
das Rathaus 1925 an die Stadt.
Hermann Lehmann (selbst unverheiratet und kinderlos) kümmerte sich derweilen um die Hinterbliebenden der Familie Schmidke. Später zog die Witwe Ida Schmidke zu ihm in die geräumige Villa in der Beiersdorfer Straße 1 (später Bürgermeistervilla und Stadtbibliothek).
Zwischen 1910 und 1920 adoptierte er den bzw. einen Sohn der Witwe, den Willi Schmidtke.

Download:

Festschrift zum 250. Geburtstages des Dichterpastors F.W.A. Schmidt


Werneuchen-Aus alter Zeit

ist ein Buch zur Geschichte der Stadt Werneuchen und

Eine Vorschau finden Sie hier: Werneuchen - Aus alter Zeit - Google Books-


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Martin Kuban, Werneuchen, Stand: 04. Dezember 2014