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1375, Von den ältesten Herrschaften

Die Zeit der Trebus (1375-1499)

Das Landbuch von 1375 berichtet das die Bürger Trebus die Bede besitzen und das Obergericht und das Patronatsrecht von den Schenken von Teupitz [= Schenken von Landsberg] zu Lehen haben. Die von Sparr beziehen Pacht von alters her und der Markgraf besitzt den Wagendienst im Wert von jährlich 4 Schock Groschen.

Die Trebus waren ein altes Patriciergeschlecht, welches im Barnim schon 1375 zu Grunow und Werneuchen und noch um 1687 zu Eggersdorf saß.  Es ist wohl mit Georg Christoph von Trebus, welcher 1687 starb, erloschen.

Weiter finden sich schriftliche Bestätigungen das die Trebus 1438 und 1449/50 die Bede der gesamten Feldmark und die Einnahmen des Obergerichts bezogen und das Kirchenpatronat ausüben.

Am 2 November 1450 (Berlin am Mittwoch nach Simonis et Jude) belehnt der Kurfürst die Gebrüder Lucas und Peter Trebus mit dem Städlein Werneuchen. In nachfolgender Zeit setzen sich aber mehr und mehr die „von Krummensee“ fest und 1474 besaßen die Trebus nur noch 4 Höfe mit 16 Hufen in Werneuchen.


Die Zeit der von Krummensee (1499-1602)

Im Jahr 1499 kauft Christoph von Krummensee schließlich für 350 Gulden Meißner Währung die gesamte Werneuchner Besitzung von den Sydows. Damit geht die Oberlehnsherrschaft an Otto und Albrecht von Krummensee über, deren Familie seit 1409 auch schon im Besitze von Altlandsberg ist. Der Sohn von Cristoff Krumensehe: Cristoff, hat die Lehen nach dem Tod seines Vaters empfangen und geschworen, und Ebel Krummensee von wegen arnnd, seines Vaters, der gesamten Hand an Gütern, wo er sie von alters her gehabt hat, folge geleistet.“

Nach einem Lehnbrief von 1527 hat die Familie von Krummensee aus Werneuchen zu vereinnahmen: 16 Wispel und 6 Scheffel Hafer sowie 1 Wispel und 15 Scheffel Hartkorn.

1529 empfängt Caspar Krumensehe für sich und seine unmündigen Brüder Jung-Hanns (*um 1520, heiratet später Katharina von Mörner) und Ewell (*1515, heiratet Hedwig von †1572/74) die väterlichen Lehen, doch sollen die Brüder noch sweren, und die Vetter haben die gesamte Hand folge getan. Acum am Donnerstag nach conuersionis Petri, anno XXIX.“ Auch belehnt Kurfürst Joachim I. das Rittergeschlecht derer von Krummensee mit dem Dorf Schöneiche. Dort errichten sich die Krummenseer einen Rittersitz.

Nach einem Visitationsprotokoll vom Jahre 1542 sind Hans und Ewel von Krummensee nun die Besitzer des „Stedtchen Bernauiken“.


Die Zeit der von Röbel (1602-1620)

Im Jahr 1602 bestätigt ein Lehnbrief der Familie Röbel die „Pächte zu Wernöwichen, die Niederheide samt Ober- und Niedergerichten mit allen Gnaden und Gerechtigkeiten, Hutungen und Jagden und allerlei“ . Die Familie Röbel gehörte zur Linie der von Krummensees, denn Ewell von Krummenseehatte das Fräulein Hedwig von Röbel (*um 1515, †1574) geehelicht.


Die Zeit der von Krummensee (1620-

Zwischen 1575 und 1607 muß Christof von Krummensee in den Besitz von Werneuchen gekommen sein.

Im Jahr 1620 gehören Christoph von Krummensee die Abgaben aus Werneuchen. Er hat sein Gut in Wesendahl und vererbt nach seinem Tod die Einnahmen aus Werneuchen an Joachim von Krummensee. Als dieser stirbt, teilen sich seine acht Söhne den Besitz. In dessen Folge erhält einer der Söhne nämlich Christoph von Krummensee das Gut in Wesendahl und dazu die Abgaben aus Werneuchen.

Zu dieser Zeit (1624) hat Werneuchen: 229 Einwohner,  22 Hüfner mit dem Einschluss des Müllers, 8 Gärtner, einen Schmied und 5 Büdner, Stäbe und sonstiges.

Christoph von Krummensee der mit einer Frau von Thümen zu Woltersdorf verheiratet war, nahm von seinem Schwiegervater E. von Thümen im Jahre 1625 einen Kredit von 2.300 Talern auf, wofür er diesem sein "ganzes Lehngut zu Wesendahl mit aller Zubehörung an Rittersitz, Ackerbau, Fischereien, Hölzungen, Jagden, Mühlen und Mühlengerechtigkeiten, Diensten, Pächten, Zehnten, Geldzinsen und Hebung, wie er es von seinem Vater Hartwich von Krummensee erhalten hat“, verpfändet.

Bald darauf borgte er sich noch von seiner ehelichen Hausfrau Chatarina Elisabeth von Thümen 475 Taler. So ist er ihr "schuldig geworden, daher, dass sie ihm in seinen anliegenden Nöten, da ihm sonst das Vieh weggetrieben werden soll, ihre Kette geliehen und er solche verkauft". (Seit der Mitte des 15. Jahrhunderts hatte die Familie von Thümen (Thymen)  großen Einfluss in der Mark Brandenburg gewonnen. Ihren Hauptsitz hatte sie über Jahrhunderte in Stangenhagen.

 

Download:

Festschrift zum 250. Geburtstages des Dichterpastors F.W.A. Schmidt


Werneuchen-Aus alter Zeit

ist ein Buch zur Geschichte der Stadt Werneuchen und

Eine Vorschau finden Sie hier: Werneuchen - Aus alter Zeit - Google Books-


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Martin Kuban, Werneuchen, Stand: 04. Dezember 2014