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Die Amselklause

Die Kolonie Amselhain, 120 Morgen umfassend, war 1900 als Obstplantage von Major Spitzner und Richard Grünenthal angelegt worden.
 In der damals gleichzeitig auf diesem Gebiet angelegten Gärtnerlehranstalt befindet sich jetzt das Restaurant Amselhain (später Amselklause)
 [Inhaber Ernst Jäger]. Er soll wie Hindenburg ausgesehen haben. Frau Jäger bewirtschaftete den Gasthof zusammen mit ihrer Tochter Ella Jäger. Sie sollen auch einen Sohn gehabt haben. Ernst Jäger hatte eine Schwester, die im Sträßchen wohnte.

Ernst Jäger veranstaltete jedes Jahr ein Kinderfest, mit Kasperletheater und am Abend Tanz für die Erwachsenen auf dem "Pariser". Das war eine gewachsene Holzfläche vor dem Haus und eine Kapelle. Nach dem Ende des 2. Weltkrieges schloss das Lokal zunächst.

Ab 1947 bis 1951 übernahm Paul und Martha Lojack den Gasthof. Danach folgten Meier, Witt und Grunow aus Rudolfshöhe.
Das erste Fenster links (von der Straße aus) war das Schlafzimmer der dahinter liegenden Wohnung. Die beiden Fenster daneben waren der erste Raum links in der Kneipe. Geradezu vom Haupteingang befand sich die Theke. Rechts befanden sich ebenfalls noch ein Raum bzw. zwei. Die Lojacks wohnten unten in einer 1 1/2 Zimmer Wohnung. Vor dem Haus rechts (von der Straße aus) befand sich ein Teich, auf dem man im Winter Schlittschuhlaufen konnte. Der Teich wurde in den 50-ziger Jahren von der Stadt zugeschüttet.  In der Wohnung mit dem Balkon wohnte die alte Oma Emilie Lojack. Sie ist 98 Jahre alt geworden.
Unten im Keller befand sich die Pantoffelherstellung von Ernst Horn. Der Eingang war links hinten. Ernst Horn war der Opa von unserem späteren Bürgermeister Burkhard Horn. Sein Vater also der Sohn von Ernst Horn. Die Holzpantinen wurden aus Lindenholz hergestellt. Ebenfalls dienten einige Keller der Gastwirtschaft als Wirtschafts- und Bierkeller.
Die Geschichte unseres Restaurants Amselhain geht einher mit der voranschreitenden Parzellierung, des Verkaufs und der anfangenden Bebauung der Amselhainer Grundstücke. Der findige Unternehmer Ernst Jäger sah hier die Chancen für eine künftige Gastwirtschaft und erbaute um 1910 ein Haus, mit Wirtschaftsräumen im Erdgeschoß und Wohnungen in den oberen Etagen. Heute sagt man: "Auf zwei Beinen stehen" Ab etwa 1930 hieß das Restaurant "Jägerheim" und wurde auch als Vereinslokal genutzt..
Nach dem 2. Weltkrieg hieß es auch für das Restaurant "Jägerheim" neu anzufangen. Die Gaststätte hieß zunächst Konsum Gaststätte Amselhain. Sie wurde zum September 1958 neu eingerichtet und befand sich in einem guten Zustand. Es gab aber Probleme mit den Toiletten, die behoben werden mußten.1960 wurde der Bierkeller neu in weiß gekalkt.
Seit 1965 war Herr Witt Verkaufstellenleiter. Alle 2 Monate fanden Kontrollen durch Beauftragte des Vorstands der Konsumgenossenschaft
statt. Aus den Protokollen liegen und vereinzelt Informationen vor.

Ab 15.8.1967 hatte die Gaststätte folgende Öffnungszeiten:
Mo 16-22 Uhr, Die 16-22 Uhr, Mittw. Ruhetag, Do. 16-20 Uhr, Fr 16-24 Uhr, Sa 16 bis 24 Uhr, So 10 bis 23 Uhr

Am 29.8. 67 wurden die neuen Öffnungszeitenschilder geliefert und angebracht. Zu dieser Zeit gab es an Speisen lediglich Bockwurst im Angebot, "weil der Kühlschrank erst angeschlossen werden musste".

Ab 1967 gab es Probleme mit den Öfen in den Toiletten. Am 29.12.1967 wurde die Gaststätte von Gerhard Krunow übernommen. Seidem heißt die Gaststätte "Amselklause". Doch er verstarb früh und seine Frau übernahm die Klause.
Seit 1979 ist Anna Grunow als Verkaufstellenleiterin ausgewiesen.
Am 27.10.82 wird bei einer Kontrolle der Preisauszeichnung festgestellt, dass
die Gaststätte gar kein Speiseangebot hat. Am 23.5.82 wird festgestellt: die Gaststätte ist sehr unordentlich, Mit dem Rat der Gemeinde müsste über eine Instandsetzung der Fenster geredet werden und das Vereinszimmer und Küche sind renovierungsbedürftig.
Nach weiteren Kontrollen ohne Beanstandungen wird auch am 22.10.1986 festgestellt: Versorgungsprobleme bestehen nicht, Gaststätte war sauber und ordentlich, Imbissangebot ist vorhanden
Am 21.5.87 wurde eingetragen, dass Inhaber Grunow noch bis Jahresende arbeiten wird und eine Neubesetzung zum Jahreswechsel erforderlich wird.
Speisen werden mittlerweile immer noch nicht angeboten, die Waren die zu EVP verkauft werden sind ausgepreist.
Am 9.9.1987 übernahm Herr Knapp die Amselklause.
Bei der Übergabe fand auch eine Aussprache über die Differenzen statt, die zum Aufhebungsvertrag mit Herrn Grunow führten.
Warenprobleme wurden ebenfalls geklärt.
Die Gaststätte wurde vom 17-20.9.1987 kurzzeitig für die Übernahme geschlossen. Nach der Übernahme wurde bei Kontrollen festgestellt, die Gaststätte ist gut besucht, Versorgungsprobleme bestehen nicht.
Am 27.1.1988 erfolgte eine Besichtigung des Fußbodens unter der Schankanlage und der Decke im Bierkeller. Im Frühjahr 1988 mehren sich nun die Probleme. Eine Toilette ist defekt und an der Eingangstreppe besteht Unfallgefahr. Speisen sind immer noch nicht im Angebot
Am 14.7. 1989 findet die letzte Kontrolle statt.

Download:

Festschrift zum 250. Geburtstages des Dichterpastors F.W.A. Schmidt


Werneuchen-Aus alter Zeit

ist ein Buch zur Geschichte der Stadt Werneuchen und

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Martin Kuban, Werneuchen, Stand: 04. Dezember 2014