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Die Poststrasse 8
Die Geschichte der Handwerker und Ackerbürgerfamilie Schultze in der Poststraße 8 in Wegendorf beginnt vermutlich für uns und bis jetzt mit dem bärtigem Herrn ganz links im Foto: einen Herrn Schultze (1.v.L.), Auf den beiden Fotos um 1914 ist das wohl erste Wohnhaus in der Poststrasse 8 und der Hof zu sehen. Dieser Herr hatte wohl mind. einen Sohn, den Hermann Friedrich August Schultze, geb. am 23.09.1870 (?), welcher aber nicht auf den beiden Gartenfotos zu sehen ist. Er ist ganz rechts im Bild.
Hermann hatte ein Mädchen aus Werneuchen, die Marie Gericke (geb. 1871?) geheiratet. Nach der Heirat zog Marie zu ihren Mann nach Wegendorf in die Poststraße 8. Sie bekamen um etwa 1900 einen Sohn den Ernst Schultze (2 v.r.). Ernst müsste hier etwa 14 Jahre alt sein. Ein Bild seines Vaters Hermann ist uns mit dem rechten Foto erhalten geblieben. Hermann Schultze war um 1913 nachweislich als Schlächtermeister in Wegendorf tätig.
Mit Ausbruch des II. Weltkrieges kam für den Sohn des Schlächtermeisters Ernst Schultze die Einberufung. Nach den Fotos zu urteilen, hatte er im Gegensatz zu vielen anderen einberufenen Männern aus Wegendorf und der Umgebung Glück und kam nicht an die Front. Vielmehr deutet die Arbeitsuniform auf einen Einsatz im Hinterland. Im Gegensatz dazu steht die Tatsache, dass Ernst in diesem Krieg ein Auge verlor und seitdem ein Glasauge trug.
Ernst Schultze kommt aus dem Weltkrieg zurück .

Das Bauernhaus wurde inzwischen abgerissen. 
Es musste um 1917 einem größeren geräumigeren Neubau weichen, das nun als Wohn- und als Geschäftshaus nutzbar war. In dem neuen Haus wurde der Laden einer Schlachterei untergebracht. In die Wohnungen links und rechts des Ladens und im Dachgeschoß ging man von hinten hinein.
Auf dem Schaufenster stand Schlächterei von Hermann Schultze. Am 9.11.1937 wurde ihre Tochter Annemarie geboren. Das Glück war nicht von langer Dauer. Mit dem II. Weltkrieg kam für Ernst das zweite Mal eine Einberufung zum Wehrdienst. Doch hier ist uns nur dieses eine Foto erhalten geblieben. Während des Krieges kam eine weitere Tochter die Sabine am 9.Mai 1944 zur Welt. 
Im Widerspruch zu dem Foto steht die Tatsache, dass Ernst im 1 Weltkrieg ein Auge verloren hatte und eigentlich zu alt für eine Einberufung war. Ebenso wird von Anwohnern behauptet: Ernst wäre im Krieg durchgängig noch als Schlächter tätig gewesen.
Ernst überstand den Krieg und kehrte nach 1945 wieder zu seiner Familie in seine Wegendorfer Heimat zurück. Nach dem Krieg wohnten Ernst und seine Frau Marie wieder in der Poststrasse 8. Beide verstarben nach dem Krieg in den 60/70-zigern.
Ein Teil der Familie, der wir auch einen großen Teil der Informationen verdanken wohnt noch heute in 5-ter Generation in der Poststrasse 5.
 

Download:

Festschrift zum 250. Geburtstages des Dichterpastors F.W.A. Schmidt


Werneuchen-Aus alter Zeit

ist ein Buch zur Geschichte der Stadt Werneuchen und

Eine Vorschau finden Sie hier: Werneuchen - Aus alter Zeit - Google Books-


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Martin Kuban, Werneuchen, Stand: 04. Dezember 2014