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Die Pfarre
In der Schulstraße 3 wohnte Pfarrer Betke. Sein Sohn Wolf-Dietrich Betke war Abiturient, besuchte 4 Jahre die Volksschule Werneuchen, ging dann ins Gymnasium zum Grauen Kloster in Berlin. Er war zuletzt dort Mitglied der Komunität.
In Werneuchen war er DJ Jungzugführer und wurde aber als Hauptjungzugführer verwendet.
Seit dem 10.VII. 1941 war er in der Berliner HJ als Oberkameradschaftsführer aktiv. Am
1. Juli 1942 wurde er Soldat, wurde in Meseritz ausgebildet. Im Oktober 1942 wurde er nach Shitomir versetzt. Ab Januar 1943 nahm er am Einsätzen gegen Partisanen in Kowel teil
Im April 1943 kam er über die Krim zum Kubanbrückenkopf. Am 3.VI.1943 wurde er leicht verwundet und kam Ende 1943 für 7 Tage auf Urlaub.
Er war Träger des E.K.II und des HJ-Leistungsabzeichens in Silber und des Reichssportabzeichens.
Geboren am 3. Juni 1925 in Berlin-Schöneberg fiel er am 14. Juni 1943 im Osten bei Kalabatka in der Kurka-Stellung am Kuban- Brückenkopf durch Granatwerfer Geschoßsplitter am Bauch und rechter Schläfe. Er wurde auf dem Heldenfriedhof in Ssewernaja- Ssadij bei Temtjuk beigesetzt.
Er hinterließ seinen Vater den Pfarrer Dr. Georg Betke und seine Mutter Margarete, geb. Gruhlke, zwei Schwestern Gisela und Ingrid und den Großvater mütterlicherseits.
Im Schreiben seines Kompanieführers vom 17.VI. 1943:
Wir hatten ihn alle ins Herz geschlossen. Seine Kameraden schätzten ihn wegen seiner frischen offenen Art, mit der er selbst verständlich in kameradschaftlicher Weise überall zusprang und half, wo er es nur möglich war. Wir Vorgesetzte konnten uns auf Wolf felsenfest verlassen. Zuverlässig und genau bis ins kleinste erfüllte er seine Pflicht. Soldat, der zu den größten Hoffnungsberechtigten zählte. Ein Offiziersanwärter, wie wir ihn brauchen.
Die Gedenkfeier fand am 11. VII. 1943 statt.
Das Pfarrhaus wurde unmittelbar nach der Einnahme der Stadt im April 45 von russischen Offizieren besetzt. Pfarrer Betge war Tage zuvor mit seiner Tochter Gisela Betge nach Schleswig- Holstein geflüchtet. Doch zeitig kehrte er wieder nach Werneuchen zurück. Doch einige der Kirchen- und Gemeindemitglieder hatten ihm diese Flucht zeit seines Lebens übel genommen. Er war dafür quasi verhafte seine Gemeinde in diesen schweren Zeiten verlassen zu haben, wo so viele Menschen sich auf seinen Beistand und seine Hilfe verlassen hatten, die an ihn geglaubt hatten. Nachdem die russischen Offiziere das Pfarrhaus verlassen hatten, befand sich alles in einem desolaten Zustand. Schwer hatte es auch die Kirche mit ihrem Inventar getroffen. Vor dem Pfarrhaus und der Kirche lagen diverse Pfeifen herum und u.a. Erika Buggermann sammelte damals einige von ihnen mit auf um sie danach in der Pfarre zu lagern. Ein Harmonium hatte die Zeit wohl überstanden, denn nach den Aufräumarbeiten fanden wieder Gottesdienste statt, auf denen Frau Betges Frau spielte. Der frühere Organist und Kantor war zuvor von russischen Soldaten verhaftet worden und befand sich in Gefangenschaft.

Download:

Festschrift zum 250. Geburtstages des Dichterpastors F.W.A. Schmidt


Werneuchen-Aus alter Zeit

ist ein Buch zur Geschichte der Stadt Werneuchen und

Eine Vorschau finden Sie hier: Werneuchen - Aus alter Zeit - Google Books-


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Martin Kuban, Werneuchen, Stand: 04. Dezember 2014