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Der "Frühstücksstein"

Im Jahre 1821 wird die Kunststraße Berlin-Eberswalder Chaussee über Heckelberg-Trampe nach Eberswalde fertig gestellt. Zur feierlichen Eröffnung und Einweihungsfahrt, macht sich dazu der Sohn ihres Ex- Ehemannes König Friedrich Wilhelm III. auf den Weg von Berlin über Werneuchen nach Tiefensee.
Doch auch die Gräfin Dönhoff aus Beerbaum lässt die edelsten sechs Pferde vor ihre beste Kutsche spannen und fährt über Beiersdorf und Freudenberg nach Tiefensee, um den König bei seiner Ankunft zu begrüßen. Doch die Dinge entwickelten sich anders. Aus einer Abneigung aus der gescheiterten Ehe der Gräfin mit seinem Vater begrüßte er die Gräfin nicht und fuhr an ihr weiter um die neue Straße mit einer "Königsfahrt" einzuweihen. Die selbstbewusste Gräfin akzeptierte so ein Benehmen nicht und zeigte sich tief beleidigt. Nachdem sie sich mit ihrer Kutsche zunächst eine Zeit lang hinter den König setzte, wies sie auf der Höhe hinter dem Sternkrug bei Wölsickendorf den Kutscher an, die Kutsche des Königs zu überholen und sich vor den König zu bringen. Mit Leichtigkeit zog sie "sechsspännig" am König vorbei und fuhr nun als "Erste" fast bis Eberswalde auf der neuen Strecke entlang. Der König fuhr zunächst weiter nach Eberswalde und besuchte dort auch seine Heilquellen die seitdem "Königsquellen" heißen. Doch der König schäumte immer noch vor Wut und wieder in Berlin angelangt, verbannte er die Gräfin nun auf ihr Gut nach Beerbaum. Sie durfte ab sofort ihr Gut Beerbaum
nicht mehr verlassen. Nach Aufhebung des Arrests stellten die Heckelberger drei Jahre später an der Stelle, wo die Gräfin den König überholte, einen Gedenkstein auf. Offiziell sollte der Stein die Stelle markieren, wo der König vor seiner Einweihungsfahrt rastete und ein Frühstück nahm. Deshalb trägt der Gedenkstein auch heute noch seinen Namen "Frühstücksstein". Diese für eine Rast auch gut geeignete Stelle wurde weiterhin auch noch lange von Reisenden und Fuhrleuten als Rastplatz genutzt. Sophie Juliane Dönhoff starb 1838 auf dem Kirchhof zu Beerbaum bestattet worden. 

Download:

Festschrift zum 250. Geburtstages des Dichterpastors F.W.A. Schmidt


Werneuchen-Aus alter Zeit

ist ein Buch zur Geschichte der Stadt Werneuchen und

Eine Vorschau finden Sie hier: Werneuchen - Aus alter Zeit - Google Books-


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Martin Kuban, Werneuchen, Stand: 04. Dezember 2014