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Zeittafel von Beerbaum
1375

Erfuhren wir erstmals über das Dorf „Berbom“ etwas, durch das bekannte Karolinische Landbuch. Besaß die Familie Nymek ihr Stammgut in Beerbaum, sie ist also die äl13:49 18.06.2007e Gutsbesitzerfamilie. Es ist nicht unmöglich, dass sie das Lehen von der Familie Beerbaum, die nachweislich schon im 12.Jahrhundert in brandenburgischen Urkunden vorkommt übernommen hat, und das die Beerbaums die Lokatoren, die Gründer des nach ihnen benannten Dorfes waren."

1413 wurde der Ort im Zusammenhang mit der Burg Nimek und dem 64 Hufen umfassenden einstigen Dorf Beerbaum als "vollkommen wüst" bezeichnet. Als Dorf ist Beerbaum nicht wieder in Erscheinung getreten, es blieb Gutsbesitz.
1413 bis 1799 übernahmen die Gebrüder von Sparr, Herrschaft von Trampe, das halbe verwüstete Dorf Beerbaum, bis 1437 übernahm die andere kleinere Hälfte des Dorfes der Sydower Werner von Holzendorf der es dann an die Tramper abgab
1631 Im Dreißigjährigen Krieg verwüsteten die Schweden den Ort, er wurde " gänzlich ausgeplündert eingeschlagen und ruiniert"
Unter Reichsgrafen Nicolaus Wilhelm von Sparr wird Beerbaum "wieder in Ordnung gebracht".
1799 kaufte Jacob von Wendell das Gut Beerbaum. Er baute das Gutshaus und die Brennerei, betrieb Schafhaltung.
1804 Erwarb Regierungsrat Justus von Conring das Anwesen
1805 Im Jahre 1805 erwarb Gräfin Julie von Dönhoff für 106.000 Taler das Rittergut Beerbaum mit den Nebengüter Tempelfelde und Gratze. Hier widmete sie sich der Landwirtschaft und der Pferdezucht. Zum ersten Beamten ihrer neuen Beerbaumer Verwaltung nahm die Gräfin den späteren Amtsmann C. F. Thielicke, der zuletzt Gutspächter in Retzow bei Nauen war. Mit ihm arbeitete die Gräfin reibungslos und erfolgreich. Auch die Regelung der gutsherrlich- bäuerlichen Verhältnisse, in erster Line mit Tempelfelde, hat die Gräfin durchgeführt. Dadurch fiel ihr ein Landzuwachs von über 1780 Morgen zu, was sie veranlasste, an eine Sonderbewirtschaftung zu denken.
1817/18 Es entstand so in den Jahren 1817/21 das Vorwerk Friedrich- Wilhelms- Hof, zu dem sie die Pläne selbst entworfen hatte, wie man ausführlich im Kreiskalender für 1922 (S. 118) nachlesen kann. Den Namen trägt das Vorwerk nach dem Sohne der Gräfin, dem schon erwähnten Friedrich Wilhelm Graf von Brandenburg. Die Gräfin wollte aber auch ein eigenes, bequemes und schönes Heim haben. Deshalb ließ sie 1817/18 das jetzige Schlösschen, ihr „Chateau“, wie sie es mehrmals in Briefen nennt, erbauen.
1818 wurde das „Chateau“ der Julie Gräfin von Dönhoff fertig gestellt.
1821 Im Jahre 1821 wird die Kunststraße Berlin-Eberswalder Chaussee über Heckelberg-Trampe nach Eberswalde fertig gestellt. Zur feierlichen Eröffnung und Einweihungsfahrt, macht sich dazu der Sohn ihres Ex- Ehemannes König Friedrich Wilhelm III. auf den Weg von Berlin über Werneuchen nach Tiefensee.
1834 Am 28.01. starb im Alter von 66 Jahren,Julie Gräfin von Dönhoff, sie wurde auf dem Töllberg [ jetzt Veilchenberg genannt ] unter einer Linde beigesetzt. Eine Marmortafel erinnert noch an Juli Gräfin von Dönhoff * 17. Oktober 1768 † zu Beerbaum 28. Januar 1834. Nach dem Tod der Julie Gräfin von Dönhoff übernahm ihr Sohn der preußische Ministerpräsident General Friedrich Wilhelm Graf von Brandenburg das Gut Beerbaum. Er ging oft und gern in der Beerbaumer Forst zur Jagd. Der Ministerpräsident hatte 8 Kinder, eine von ihnen war Mathilde von Brandenburg. Der Ministerpräsident, der übrigens in der unvergesslichen Neujahrsnacht 1814 der erste gewesen ist, der mit 200 Füsilieren bei Caub aufs linke Rheinufer übersetzte, hatte 8 Kinder, von denen sich Mathilde von Brandenburg sich mit dem Grafen Erdmann von Pückler vermählte.
1835 wurde Herr Fleck, von dem nachherigen Ministerpräsidenten Graf von Brandenburg,jenen edlen Mann, dessen Familie er mit wahren Pietät ergeben war,Generalvollmacht zur Administration der Rittergüter Beerbaum und Gratze gegeben.
1848 wurde Herr Fleck von Sr. Majestät dem König, zum Königlichen Ökonomierrat ernannt.
1849 führte Ökonomierrat Herr Fleck den Maisanbau in Beerbaum ein, allerdings handelte es sich um Maisgrünfutter.
1851 wurde Ökonomierrat Herrn Fleck der Rothe – Adlerorden verliehen.
1865 wurde Ökonomierrat Herrn Fleck der Königliche Kronen Orden verliehen.
1870 Am 4.Mai traf das Gut Beerbaum ein Schweres Brandunglück. Während auf dem Gehöft Steine gesprengt wurden, brach Feuer aus, das in kurzer Zeit das riesige mit Stroh gedeckte Schäfergebäude in Asche legte, wobei auch das Wohnhaus des Schäfermeisters nebst seiner Scheune.
1880 eine Tochter des Ministerpräsidenten Mathilde von Brandenburg, heiratete den Grafen Erdmann von Pückler in dessen Besitz das 1957,9 Hektar große Gut Beerbaum  überging. Es wurde das alte Schulhaus ausgebaut
1895 wurden die Überreste der Julie Gräfin von Dönhoff auf dem Friedhof Beerbaum überführt, wo man eine im Boden eingelassene Marmor Grabplatte findet.
1906 Wurde ein neues Schulhaus an der Straße Heckelberg errichtet, das alte Schulhaus wurde als Wohnhaus eingerichtet.
1908 kam das Gut Beerbaum an die Erben des Grafen Erdmann von Pückler.
1927 Seit 7.Oktober war Johannes Grell der erste Lehrer weitere Lehrer folgten.
1945 wurde das gut Beerbaum durch die Beschlüsse des Potsdamer Abkommen enteignet.
1946 einige Landarbeiter und Umsiedler erhielten Land und Wald durch die Bodenreform. das Volksgut wurde durch die Enteignung gebildet.
1948 Ein Teil der Beerbaumer Kinder gingen nach Heckelberg in die Schule, Transportmittel: Pferdewagen. Erste Siedlerhäuser wurden gebaut. Gründung einer Feuerwehr im Ortsteil Beerbaum/Gratze.
1950 verstarb der Förster Friedrich Franz Bode, er wurde auf dem Friedhof in Beerbaum beigesetzt. Er wohnte und arbeitete Jahrelang in Beerbaum. Besonders wuchtig ist das liebevoll gepflegte Grab für Friedrich Franz Bode.er muss ein tüchtiger Jäger gewesen sein, wie sein Grabspruch verrät.
1952 wurde die erste Verkaufsstelle eröffnet, im Schloss im Keller. "[danach wurde neu gebaut]
1953 begann auf dem Volksgut Beerbaum eine landwirtliche Ausbilldung:1.Ackerbau 2.Viehzuch 3.Gärtner. Das Schloss wurde als Lehrlingsinternat umgebaut [ obere Etage]. Es wurde im Schloss der erste Kindergarteneröffnet. Es war ein Erntekindergarten. Später zog die Kita in die ehemalige Schule, danach in eine Baracke hinterm Konsum. Es wurde die Essenküche im Schloss im Keller eröffnet.
1954 Die LPG Heckelberg übernahm die Einzelbauern von Beerbaum.
1956 Die Scheune auf dem Gutshof brannte ab. Neuer Betriebsleiter auf dem Gutshof.
1957 alle Bewohner von Beerbaum erhalten die Banknoten der DDR, sie wurden umgetauscht im Schloss in Beerbaum. Es fährt der 1.Bus [ Schulbus ] Trampe- Gersdorf- Kruge- Heckelberg.
1960 Gründung der LPG Typ I in Beerbaum mit 3 Mitgliedern.
1963 Pumpstation in Beerbaum erbaut.
1964 wurde das Gut Beerbaum in das Volkseigene Gut Hohenfinow eingegliedert.
1966 Werkstatt in Beerbaum erbaut.
1967 Die Scheune am Schnitterhaus brannte in Beerbaum durch Brandstiftung ab.
1972 Die Feldscheune in Gratze brannte durch Brandstiftung [ Kinderhand ] ab.
1980 15. April Waldbrand in Gratze.
1987 16. April Scheunenbrand in Gratze
1991 im Monat Juli kam Graf Pückler nach Beerbaum.
1992 am 1.Juli brannten Zwei Getreidefelder in Beerbaumer Wald
1993 in den Bunkern des Beerbaumer Waldes sollte eine Atommüllanlage eingerichtet werden
1994 Die Treuhand bietet in Beerbaum und Gratze die Häuser zum Kauf an. Immer noch aktuell Atommüllanlage- Beerbaumer Wald
2000 im März wurde das Volksgut Beerbaum verkauft und am 01.September übernahm der neue Besitzer das Gut
2001 im März besichtigte die Interessengemeinschaft [ Industriearchäologie] die Brennerei [ Dampfmaschine]
2003 am 07.05.gab es einen Brand in der Brennerei. ein neuer Schaukasten wurde angebracht im Juli wurde das alte Lehmhaus für die Instandsetzung von den Beerbaumern Dorfbewohnern als Gemeindezentrum vorgeschlagen. Am 20.11.wurden Baumpflanzungen [Berg-Ahorn-Bäume]von Heckelberg nach Beerbaum durchgeführt.
2004 bekam die Trauerhalle auf dem Friedhof ein neues Dach und neue Fenster.
2005 am 05.04.wurden 12 neue Kastanienbäume am gut gepflanzt. am 08.06.wurde die Mülldeponie geschlossen.
2006 im Februar wurde der Friedhof überschwemmt, alle Gräber waren unter Wasser bzw. unter Eis gesetzt. Man sah nur noch die Spitzen von einigen Grabsteinen.

Download:

Festschrift zum 250. Geburtstages des Dichterpastors F.W.A. Schmidt


Werneuchen-Aus alter Zeit

ist ein Buch zur Geschichte der Stadt Werneuchen und

Eine Vorschau finden Sie hier: Werneuchen - Aus alter Zeit - Google Books-


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Martin Kuban, Werneuchen, Stand: 04. Dezember 2014