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Die Ortschronik

Blumberg war seit etwa 1237 Tafelgut der Brandenburger Bischöfe und sollte im Verlauf der weiteren Besiedlung städtische Funktionen übernehmen. Darauf verweist die Bezeichnung Oppidum in alten Urkunden, daraus wird bald oppidulo, eine Verkleinerungsform von oppidum. Der Ortsname taucht 1253 zum ersten Mal in einer der Urkunden zur Stadt Frankfurt (Oder) auf. In dieser Urkunde wird ein Theodericus von Blumenberch genannt, der Bevollmächtigter der Brandenburger war und wohl mit der Besiedlung des Blumberger Tafelguts beauftragt war. Nach einer anderen Quelle wird 1253 der Name Blumberg erstmals urkundlich erwähnt. Blumberg blieb bis ins 16. Jahrhundert im Besitz der Bischöfe von Brandenburg. Noch vor der durch die Einführung der Reformation in Brandenburg und damit der drohenden Säkularisation ihres Besitzes in Blumberg veräußerten sie ihn. Blumberg kam in den Besitz des Kurfürsten, der ihn jedoch sehr bald an Hans von Krummensee weiter verkaufte. Blumberg wird nur noch „stediken“, später „flegken“ oder „Rittergut“ genannt. Seine weitere Entwicklung als Stadt war damit abgebrochen bzw. verhindert. Hans von Krummensee verkaufte 1602 den Ort allerdings schon wieder an den brandenburg-kurfürstlichen Kanzler Hans von Löben, der dort ein Jahr später ein Schloss erbaute. Der Ort litt sehr unter dem Dreißigjährigen Krieg.
Der 30jährige Krieg riss auch in Blumberg tiefe Wunden. Nach 1644 wird nunmehr nur noch von einem Lehn- und Rittergut Blumberg gesprochen. Ab 1654 verwaltete die Witwe des Kanzlers und später ihre Tochter Margarete Catharina, deren Bilder in der Kirche zu sehen sind, das Gut. Danach ging es in die Hände derer "von Canitz" über. Am 21. März 1665 wurde Blumberg und sein Schloss Opfer eines Großfeuers und nur die Kirche konnte gerettet werden. Nach denen "von Schulenburg" erwarb 1836 Graf Friedrich Ludwig von Arnim (Boitzenburger Linie) Dorf und Gut. Er baute nach Schinkelschen Plänen ein neues Schloss in klassizistischem Stil. Es erfuhr zu Beginn des 20. Jahrhunderts eine Umgestaltung im englischen Landhausstil und diente nach Verkauf als NSV- Reichsseminar. 1945 wurde es zerstört und später die Reste abgerissen.
Teile des Ortes und das Schloss wurden am 21. März 1695 Opfer eines Großbrandes, die Kirche blieb unbeschädigt, nicht jedoch das daneben stehende Pfarrhaus. In der Folgezeit vererbte Margarete Catharina den Ort an ihren Enkel, den bekannten Diplomat und Dichter Freiherr von Canitz.


1836 erwarb Graf Friedrich Ludwig von Arnim (Boitzenburger Linie) den Ort. Er ließ das Vorgängerschloss nach den Plänen Schinkels oder eher Stülers umbauen, ebenso ließ er den bereits aus dem 17. Jahrhundert stammenden Park nach Plänen Lennés umgestalten.

Das Schloss wurde zuletzt 1910 im englischen Landhausstil umgebaut. In den 1930er Jahren kam das Schloss und sein Parkgelände in den Besitz der Nazis. Es diente bis 1944 dem NSV-Reichsseminar, wurde dann von der Wehrmacht genutzt, was schließlich nach dem Einzug der Roten Armee am 20./21. April 1945 sein Ende bedeutete. Es wurde zerstört und dann auch abgerissen.Blumberg wurde 1237 von den Markgrafen Johann I. und Otto III. an den Bischof von Brandenburg verkauft und sollte im Verlauf der weiteren Besiedlung wahrscheinlich städtische Funktionen übernehmen. Das Bestehen des Ortes lässt sich weiter ab 1253 aus der Existenz eines Theodericus von Blumenberch in einer der Urkunden zur Stadt Frankfurt (Oder) verfolgen. Im Landbuch Karls VI. wird Blumberg 1375 als befestigte Stadt (oppidum) bezeichnet. In Urkunden werden Wälle und ein Berliner sowie ein Bernauer Tor erwähnt. 1454 wird Blumberg nur noch als "Stediken" und 1515 sogar nur noch als "Flecken" erwähnt.

Blumberg blieb bis ins 16. Jahrhundert im Besitz der Bischöfe von Brandenburg. Noch vor der durch die Einführung der Reformation in Brandenburg und damit der drohenden Säkularisation ihres Besitzes in Blumberg veräußerten sie ihn.

Nach der Reformation wurde der Besitz vom Landesherren eingezogen der Blumberg an die "von Krummensee" verkaufte. Blumberg wird nur noch „stediken“, später „flegken“ oder „Rittergut“ genannt. Seine weitere Entwicklung als Stadt war damit abgebrochen bzw. verhindert.

Hans von Krummensee verkaufte 1602 den Ort allerdings schon wieder an den brandenburg-kurfürstlichen Kanzler und Geheimrat Hans von Löben, der dort ein Jahr später ein Schloss erbaute.

Blumberg blieb bis ins 16. Jahrhundert im Besitz der Bischöfe von Brandenburg. Noch vor der durch die Einführung der Reformation in Brandenburg und damit der drohenden Säkularisation ihres Besitzes in Blumberg veräußerten sie ihn. Blumberg kam in den Besitz des Kurfürsten, der ihn jedoch sehr bald an Hans von Krummensee weiter verkaufte. Blumberg wird nur noch „stediken“, später „flegken“ oder „Rittergut“ genannt. Seine weitere Entwicklung als Stadt war damit abgebrochen bzw. verhindert.
Hans von Krummensee verkaufte 1602 den Ort allerdings schon wieder an den brandenburg-kurfürstlichen Kanzler Hans von Löben, der dort ein Jahr später ein Schloss erbaute. Der Ort litt sehr unter dem Dreißigjährigen Krieg. Ab 1654 verwaltete die Witwe des Kanzlers und danach ihre Tochter Margarete Catharina den Ort. Ihre Bilder sind in der Kirche zu sehen. Teile des Ortes und das Schloss wurden am 21. März 1695 Opfer eines Großbrandes, die Kirche blieb unbeschädigt, nicht jedoch das daneben stehende Pfarrhaus. In der Folgezeit vererbte Margarete Catharina den Ort an ihren Enkel, den bekannten Diplomat und Dichter Freiherr von Canitz.
1836 erwarb Graf Friedrich Ludwig von Arnim (Boitzenburger Linie) den Ort. Er ließ das Vorgängerschloss nach den Plänen Schinkels oder eher Stülers umbauen, ebenso ließ er den bereits aus dem 17. Jahrhundert stammenden Park nach Plänen Lennés umgestalten. Das Schloss wurde zuletzt 1910 im englischen Landhausstil umgebaut.

Ganz in der Nähe des Dorfes auf einem Hügel zwischen Sümpfen wurden um 1840 viele von Steinplatten umgebene Thongefäße, von denen jedoch keins unversehrt ans Licht gebracht werden konnte, aufgefunden (L.B. von 1843)

In den 1930er Jahren kam das Schloss und sein Parkgelände in den Besitz der Nazis. Es diente bis 1944 dem NSV-Reichsseminar, wurde dann von der Wehrmacht genutzt, was schließlich nach dem Einzug der Roten Armee am 20./21. April 1945 sein Ende bedeutete. Es wurde zerstört und dann auch abgerissen.

Heute ist Blumberg ein attraktives Entwicklungs- und beliebtes Wohngebiet in unmittelbarer Nähe der Hauptstadt. Hinter dem ehemaligen Schloss liegt der ursprünglich einmal nach Entwürfen von Lenné und Koeber errichtete Landschaftspark. Sichtachsen verbanden den Park mit der offenen Landschaft und dem Dorf. Er fügte sich harmonisch in die umgebende Kulturlandschaft ein. Heute ist der Park nur noch in Resten erhalten.
Ein ehemaliges Chausseehaus mit Stallgebäude befindet sich auf der Ahrensfelder Chaussee 1. Es ist als das älteste märkische Chausseehaus (Baujahr ca. 1804) des Barnim denkmalgeschützt.

Theodor Fontane setzte der Gemeinde in den Wanderungen durch die Mark Brandenburg (Band 4) ein Denkmal, in denen er vor allem die Geschichte des Ortes und deren Familien niederschrieb und dabei auch eine detaillierte Beschreibung der Ortskirche liefert.

Wer heute mit dem Auto nordwärts über die B158 aus Berlin rausfährt, ist schnell an Blumberg vorbei und verpasst somit einen Blick auf die frühgotische, im 13. Jahrhundert erbaute Kirche. Der Grund ist, daß Blumberg quer an der Ausfallstraße liegt (Bundesstraße 158).

Der Ort hat heute ca. 2000 Einwohner.

Download:

Festschrift zum 250. Geburtstages des Dichterpastors F.W.A. Schmidt


Werneuchen-Aus alter Zeit

ist ein Buch zur Geschichte der Stadt Werneuchen und

Eine Vorschau finden Sie hier: Werneuchen - Aus alter Zeit - Google Books-


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Martin Kuban, Werneuchen, Stand: 04. Dezember 2014