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Zeittafel

bis 1099 slawische Burg auf kleinen Hügel mit Ringwall, dann Besiedlung mit Germanen
1211 Der Ritter „ Gerecke von Holzendorf“ unterwirft sich 1211 dem Markgrafen und wird damit zur Zielscheibe der barnimschen "Raubritter" um die "Quitzows".
1212 Raubritter um das Geschlecht der "Quitzow" nehmen die Burg der Ritterfamilie "Gerecke von Holzendorf" ein und zerstört diese
1225 Die Kirche wird wieder aufgebaut und neue Fenster eingesetzt. Die Pfarr- und Wehrkirche, das reich gegliederte Granitquaderwerk und Feldstein mit seinen schmalen schießschartenähnlichen Rundbogenfenstern werden neu gemacht.
1340 villa
1375 Oppidum, Villa
1424 Stettelein
1437 Stetelein
1441 Dorf
1444 Stetichen
1472 Dorff
1475 Dorp
1483 Stetlin
1486 Stedeken
1540 Das Dominikanermönchkloster in Cölln hat die Heckelberger Kirche, die zur Sedes Bernau gehört, in einer Art Abhängigkeit
1571 In einem Lehnbrief von 1571 werden Hebungen für die „von Sparr`s“ erwähnt. 
1601 Das Schulzengericht wird auf ein Bauerngut übertragen und das Schulzengut zum Bauerngut erjklärt. Seitdem hatte das Schulzengut 4 Hufen, gab 16 Groschen fürs Lehnpferd und 12 Groschen Dienstgeld an`s Amt
1655 Der Feldm. Otto Christof Sparr versucht auf Grund einer Forderung, welche ihm aus einer Uchtenhagener Erbschaft „theils an sich, theils vermöge Dession“ eines Heinrich von Stutterheim zustand, nebst aufgelaufenen Zinsen, den damals zum Amt Biesenthal gehörigen Flecken Heckelberg an sich zu bringen. 
1657 Der Feldm. Otto v. Sparr stand in hoher Gunst des Markgrafen und bekam seine Forderungen mit Vertrag vom 15. Januar 1657 und weil die Zinsen nicht ausreichten bekam er noch den "Mittel=Brende=See" dazu. Als Feldm. Otto v. Sparr starb erlangte Graf Georg Friedrich 1672 in den Besitz von Heckelberg und die darauf haftenen 5400 Thlr. 
1689 Nach seinem Tod befand sich noch bis 1689 seine Witwe im Besitz des Ortes. Doch dann so scheint es, kam der Besitz wieder an den Kurfürsten zurück. 
1800 Ab 1800 stieg die Einwohnerzahl stetig Im Bauerndorf Heckelberg siedelten sich immer mehr Handwerker an. Die landwirtschaftliche Nutzfläche wurde von 16 Bauern und 4 Kossäten bewirtschaftet. 
1836 1836 wurde dann der landwirtschaftliche Verein gegründet. Er diente den Bauern zur Weiterbildung. 
1840 zählte Heckelberg 31 Wohnhäuser mit 269 Einwohnern.
1845 1845/46 wurde das neue Schulhaus an der Kirche gebaut. Durch den Aufschwung in der Landwirtschaft, steigende Verkaufserlöse für die Feldfrüchte brachten Wohlstand. Die Bauern bauten sich anstelle ihrer alten stroh gedeckten Lehmfachwerkhäuser neue moderne Wohnhäuser mit großen Ställen und Viehhaltungen. 1868 soll eine Postexpedition per königlichen Beschluss eingerichtet werden. 
1883 Die Bauern gründen eine Genossenschaft und bauen eine Brennerei, die Eigentum der Bauern ist. 
1886 Die Bauern feiern das Bestehen des landwirtschaftlichen Vereins, der sich bei der Umgestaltung der Landwirtschaft von der Dreifelderwirtschaft zur modernen Landwirtschaft bewährt hatte. Die landwirtschaftliche Nutzfläche betrug jetzt 1147 ha Ackerland. Es wird der Rittergutsbesitz mit den Vorwerk Friedrich-Wilhelm Hof und Gratze (seit 1894) und 1928 aufgelöst bekannt. Der Fortschritt zog ein. 
1911 1911 wurde Heckelberg an das elektrische Stromversorgungsnetz angeschlossen. Diese neue Entwicklung brachte allen Bürgern des Ortes viele Erleichterungen. Am 23.07. 1911 traf ein Blitzschlag den Kirchturm. Er brannte nieder und die Glocken stürzten in die Tiefe. Danach bekam der Kirchturm ein Satteldach. Am 21.12. 1911 findet die Weihe des neuen Geläutes im Kirchturm statt. 
1914 1914 stieg die Einwohnerzahl auf 445 Personen an. Der 1. Weltkrieg brachte viel Not und Leid. Viele Väter und Söhne fielen. Die Bauern mussten 50 Pferde für den Krieg bereitstellen. Die Kirche verlor ihre Glocken und Orgelpfeifen, sie wurden als Kriegsmaterial verwendet.
1914 Am 17.06.1914 zur Einweihung des Oder – Havel – Kanals fuhr der Kaiser durch Heckelberg. 
1915  Am 05.12. 1915 tobte ein mächtiger Sturm und deckte das Dach vom Kirchturm ab,  
1917 24.06. 1917 forderte der erste Weltkrieg die Kirchenglocken und die großen Orgelpfeifen. Sie wurden als Kriegsmaterial verwendet  
1918 Der Kirchturm erhält eine Ersatzglocke.   
1921 Am 18.09.1921 wird für die Gefallenen des 1. Weltkrieges das Denkmal in der Eberswalder Straße eingeweiht. 
1922 1922 herrschten durch die Inflation schwere Zeiten. Viele Erzeugnisse versteuern sich bis auf das 135 fache des normalen Preises von 1914.
1923 1923 bohrte man in der Heckelberger Gegend in den Monaten April und Mai nach Kohle. Es wurde aber keine gefunden.
1924 1924 am 22.06.legte die Freiwillige Feuerwehr ihre Reifeprüfung vor der Prüfungskommission aus Wriezen ab. 1. Gewandheitsübungen an der Spritze 2. Angriffsübung auf die Brennerei. 
1926 Die Kirche erhält eine neue Glocke. 
1927 1927 wurde die Straße vom westlichen Teil des Ortes zum östlichen Teil des Ortes mit Kleinpflaster und Bordsteinen versehen. Das Kreishaus wurde zu einer Apotheke umgebaut. 
1928  Die Not der Landwirte erreichte durch die Inflationihren Höhepunkt. Der Vollziehungsbeamte des Finanzamtes Freienwalde war oft in Heckelberg.1928 In der Brennerei bauten sich die Bauern eine Saatgutreinigung. 
1929 Bei der Milchkontrolle war Heckelberg der beste Kontrollbereich mit den höchsten Milchleistungen im Kreis Oberbarnim. Die Modernisierung der Landwirtschaft schreitet immer weiter fort. 
1931 Frisörmeister Ziesmer richtete ein Frisörladen ein. Die Berliner bauten sich zum ersten mal Wochenendgrundstücke in der Siedlung nach Tiefensee. 
1934 Der Kindergarten am Müllerteich wird gebaut. (Der bis heute noch Bestand hat und 2004 seinen 70. Geburtstag feierte.)
1937 Die Fuhrmanns bauen in der Siedlung und gründen die Gärtnerei Fuhrmann.
1939/40 Es werden etwa 30 Männer des Dorfes für den Krieg eingezogen.
1943 Am 18.11.43 wird der Ort durch Flugzeuge angegriffen.
1944 fand kein Unterricht mehr statt.Die Schule diente als Unterkunft
für Flüchtlinge.
1945 am 19.04.verliessen die Heckelberger ihr Dorf und flüchten vor den
Schrecken des Krieges.Sie kehrten am 04.08.wieder in ihr Dorf
zurück.
1945 am 21.04.wurde Heckelberg durch die Polnische Armee besetzt. Der Neuanfang nach dem Krieg war auf allen Gebieten sehr schwer.Viele Umsiedler erhielten eine neue Heimat.
1947 fand nach der Ernte wieder das erste Erntefest statt.
1952 am 01.03.wurde das Landambulatorium feierlich übergeben.Viele Bürger der Gemeinde und Umgebung halfen beim Aufbau mit.
1953 am 27.03.wurde die „LPG Rosa Luxemburg“ gegründet.
1955 wurde das Kreishaus als Schule umgebaut.
1956 wurde in Heckelberg die Jagdgesellschaft gegründet.
1957 wurde das Landwarenhaus für die Versorgung der Bevölkerung gebaut.
1967 wurde die Ortsgruppe DAV [ Deutscher Anglerverband ] gegründet.
1969 am 15.01. wurde die neue Schule am Tuchener Weg übernommen.
1970 in der alten Brennerei wurde die Großküche eröffnet,die auch gleichzeitig als Schulküche für die Schüler das Mittagessen kochte.
1970 Die LPG wurde getrennt. Es entstanden die : LPG T [ Tierproduktion ]LPG P [ Pflanzenproduktion ]
1979 die ersten Mieter beziehen den 50 WE – Neubaublock am Tuchener Weg.
1983 Das Abwasser aus Berlin wurde nach der Beendigung des Bau's des Rohrleitungssystems und der Auffangbehälter verregnet.
1987/88 begannen an und in der Kirche umfangreich Sanierungs- und Restaurierungsarbeiten. So wurde der Altar restauriert.Das gesamte Dach neu gedeckt, der Turm erhielt ein neues Dach und im Turm wurde die zweite Glocke wieder aufgehängt.
1989 Bei Bauarbeiten an der Kirche wurde ein Fensterrahmen aus Eichenholz ausgebaut.Dieser Rahmen wurde zu dendrologischen Untersuchungen nach Berlin zur Humboldt Universität eingereicht. Die Untersuchungen ergaben,das das beim Bau der Kirche verwendete Eichenholz bereits von 1225 stammt.Somit gehört die Heckelberger Dorfkirche mit zu den ältesten Baudenkmälern in Oberbarnim. 

Download:

Festschrift zum 250. Geburtstages des Dichterpastors F.W.A. Schmidt


Werneuchen-Aus alter Zeit

ist ein Buch zur Geschichte der Stadt Werneuchen und

Eine Vorschau finden Sie hier: Werneuchen - Aus alter Zeit - Google Books-


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Martin Kuban, Werneuchen, Stand: 04. Dezember 2014