Startseite / Aufwärts / Neue Seiten / Impressum / Über uns / Danksagung


Startseite
Aufwärts

1241 Erste urkundliche Erwähnung als Stammsitz der Familie von Krummensee ist das Dorf Krummensee. Die Spandauer Nonnen (Benediktinerinnen) erwerben Hebungen (Abgaben) in Crummensee.
1375 werden die von Krummensees als Haupteigner des Ortes Rosenthal im Landbuch der Mark Brandenburg erwähnt. Bestätigt wurde der Besitz 1416 und 1451, schließlich wird Rosenthal 1547 (1557?) verkauft. Im Landbuch der Mark Brandenburg werden die Krummensees auch das erste Mal urkundlich erwähnt. (Ritter von Krummensee, Burg oder Festes Haus am Haussee).
1409 1409 verkaufte Markgraf Jobst von Mähren die Stadt Altlandsberg an die Adelsfamilie von Krummensee. Es folgt die Inbesitznahme der Stadt Altlandsberg durch die Krummensees
1412 Dompropst Marquard von Krummensee stirbt und wird im Magdeburger Dom beigesetzt.
1416 wird das "wuste dorff hewerstofff" (Hellersdorf) den Gebrüdern von Krummensee zu Altlandsberg übereignet.
1427 11. Juni 1427: Markgraf Johann der Alchimist verschreibt der Gattin des Cuno Krummensee gewisse Hebungen aus Lichtenrade, Kaulsdorf und Schönefeld.
1444 17. Januar 1444: Kurfürst Friedrich II. Eisenzahn beleiht Arnd, Cuno und Kersten sowie deren Vetter Heinrich von Krummensee mit dem halben Dorfe Buchholz.

1472

gehört Wegendorf den Krummensees nahezu komplett

1472 25. Oktober 1472: Kurfürst Albrecht belehnt Heinrich Ebel, Hans Matthes und Henning von Krummensee mit Krummensee, Stadt und Schloß Alt-Landsberg und mit allen Besitzungen "item das wuste velt czu helwerstorf" (Hellersdorf).
1482 9. Februar 1482: Markgraf Johann beleiht die Söhne des Ebel von Krummensee zu Altlandsberg mit den Dörfern Wesenthal und Buchholz.
1482 4. Juni 1482: Markgraf Johann verleiht seinem Hofrichter Peter Brackow das Burglehen, das Henning von Krummensee in Berlin besessen hatte.
1482 stirbt Ebel von Krummensee
1485 14. Februar 1485: Markgraf Johann gibt seinem Hofjunker Arndt von Krummensee und der Hofjungfrau seiner Gemahlin, Anna von Brandenstein, "die sie sich vermählen", die Dörfer Dahlwitz, Ruhlsdorf, Neuenhof, Schönbeck (Kleinschönebeck) und die wüste Dorfstätte Hellersdorf als Mitgift am 14. Februar 1485 ("und die wusten dorfstat helbersdorf") Diese schlägt den Ort dem Gut Eiche zu und nutzt die Fläche vorrangig als Schäferei.
1518 9. April 1518: Kurfürst Joachim I. Nestor erlaubt seinem Hausvogt Hans von Krummensee, den Kalandsbrüdern eine jährliche Rente von sechs Gulden aus dem Krug von Schönfließ zu verschreiben.
1527  wird das Dorf Schöneiche der Witwe von Hans von Krummensee, Catharine von Bellin als Witwensitz bestellt.
1529 belehnt Kurfürst Joachim I. das Rittergeschlecht derer von Krummensee mit dem Dorf Schöneiche. Dort errichten sich die Krummenseer einen Rittersitz.
1539 Anna von Krummensee stirbt.
1541 Georg von Krummensee stirbt
1548 stirbt Joachim von Krummensee
1455 vererbt Anna Schubolz Hellersdorf an ihren Enkel von Krummensee.
um 1550 wird die Burg in Altlandsberg zu einem Schloss umgebaut. Die Familie von Krummensee verkauft den Ort Hellersdorf an die Herren von Holtzendorf zu Cöthen und Sydow
1556 Im Jahre 1556 überfallen die Ritter von Krummensee mit 100 Reitern und einer Anzahl Lanzenknechten die Stadt Altlandsberg und setzten mehrere Ratsherren gefangen.
1584 Otto von Krummensee stirbt.
1585 Wilhelm von Krummensee stirbt.
1586 werden Krummensee, Wegendorf und Hirschfelde wegen Verschuldung für 30000 Taler verkauft.
1596 Christoffel von Krummensee stirbt.
1596 stirbt auch Katarina von Krummensee, geborene Mörner, Frau von Hans Krummensee.
1602 verkaufte Hans von Krummensee sein Gut Blumberg sowie die Güter Dahlwitz, Eiche und Helmsdorf an den kurfürstlichen Kanzler Hans von Löben
1610 erneute Belehnung der Krummensees (Hans von Krummensee und sein Bruder Hartwich von Krummensee) durch Kurfürst Johann Sigismund
1613 stirbt Elisabeth von Krummensee, geborene Olow. Die Familie von Krummensee kauft Hellersdorf zurück, um es 5 Jahre später erneut zu veräußern.
1652 Verzeichnis 1624 und 1652
1643 21. Dezember 1643 - für 3947 Taler wird Kleinschönebeck verkauft. Durch die Wirren und Folgen, den Verwüstungen des Dreißigjährigen Krieges verarmen die Ritter von Krummensee und verkaufen nach und nach alle ihre Güter.
1656 verkaufen die Krummensees unter anderem Altlandsberg und Krummensee an Otto I. von Schwerin, dem damals ersten Staatsmann Brandenburgs, der es 1708 an Friedrich I. (König in Preußen) verkaufte.
1690/1701 verkauften die Krummensees (in der Person von Hans Adam von Krummensee) ihren letzten Besitz, das Dorf Schöneiche - erst auf Wiederruf, worauf 1701 aber verzichtet wurde.

1827

Mit Karl Ägidius Ludwig von Krummensee, gestorben am 1. Oktober 1827 als Kanonikus zu Sankt Nikolai in Magdeburg, stirbt das Geschlecht der Krummensee aus. Er war kinderlos geblieben.

1828 Bei der Seperation im Jahre 1828 erhält jeder Bauer 220 Morgen (55 ha) Acker und Wiesen, jeder Kossäte zwischen 70 und 94 Morgen und die Büdner 1 bis 2 Morgen.
1866 Anbau des neugotisches Backsteinquerschiff an der Dorfkirche
1888 Am 28. Juni 1888 ereignete sich der "Große Brand von Krummensee". Sämtliche mit Stroh gedeckte Gebäude wurden in Asche gelegt. 80 Kühe, 24 Pferde und 450 Schafe verbrennten. Danach erfolgte der Neubau der gutsherrlichen Stallungen, Scheunen und Landarbeiterhäusern.
  Am 23. Juni 1905 gründete sich in Krummensee die Freiwilligen Feuerwehr.
1920 Seit 1920 wird Krummensee vom Elektrizitätswerk Werneuchen mit Elektrizität versorgt.
1925 Einweihung des Denkmal - für die gefallenen Soldaten des I. Weltkrieges, am 25.11.1925, Es wurde in die Friedhofsmauer integriert und besteht aus Rüdersdorfer Kalkstein.
1935 Der Bau des Feuerwehrgerätehauses erfolgt.
1945 Nach 1945 vergrößerte sich das Dorf durch den Zuzug von Flüchtlingen und Vertriebenen. Im Zuge der Bodenreform werden bis 1946 jeweils 5 bis 10 ha Acker, Wiesen und Wald an 27 Neubauern vergeben.
1948 Es entstehen gemäß dem Neubauern-Bauprogramm (Befehl 209) mehrere Neubauernwirtschaften am Wegendorfer Weg, am Blumberger Weg und in der Dorfstraße. Die Ringstraße mit ihrer Neubauernsiedlung wird angelegt.
1952 Im August 1952 gründet sich die Landwirtschaftliche Produktionsgenossenschaft (LPG) Typ III „Florian Geyer" zunächst mit 50 ha Land und acht Mitgliedern, die Ackerbau und Viehzucht gemeinsam betrieben.
1959 Am 1.Januar 1959 erfolgte die Gründung der LPG Typ I „Gemeinschaft", in der der Ackerbau gemeinsam, die Viehhaltung jedoch individuell erfolgte.
1966 Beide LPG`s in Krummensee schließen sich zusammen (später dann auch noch Zusammenschluss mit der LPG in Seefeld und Löhme und mit der LPG in Werneuchen, Hirschfelde, Blumberg und Mehrow.)
1970 Die Dorfschule Krummensee wird geschlossen. Hier wurden zuletzt die Klassen 1 bis 3 in einem Schulraum von einer Lehrerin unterrichtet.
1973 Die gepflasterte Dorfstraße wehält erstmalig einen Überzug aus Bitumen und 1974 beginnt der Bau der zentralen Wasserleitung.
1990 Seit 1990 wächst das Dorf durch neue Wohnbebauungen, durch schrittweiser Fortsetzung des Abwasserleitungs- und Straßenbau und des Kläranlagenbau. Die Haltung von Rindern und Schweinen muß wegen mangelnder Rentabilität drastisch eingeschränkt werden. Die großen Stallanlagen am Wegendorfer Weg und in der Dorfstraße werden geschlossen.
2004 Das 1925 eingeweihte Denkmal - für die gefallenen Soldaten des I. Weltkrieges, wird unter Bewahrung der alten Bronzetafel und Schaffung einer zusätzlichen Bronzetafel für die Opfer von Krieg und Gewaltherrschaft vollständig erneuert.

Download:

Festschrift zum 250. Geburtstages des Dichterpastors F.W.A. Schmidt


Werneuchen-Aus alter Zeit

ist ein Buch zur Geschichte der Stadt Werneuchen und

Eine Vorschau finden Sie hier: Werneuchen - Aus alter Zeit - Google Books-


© www.heimatheft.de Senden Sie ihre E-Mail mit Fragen oder Kommentaren zu dieser Website an: M.Kuban@gmx.de 
Martin Kuban, Werneuchen, Stand: 04. Dezember 2014