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Wie die von Arnim in den Besitz von Löhme kamen und ihr tragisches Ende.

Hennekinus von Arnim 1286 hatte einen Sohn Nicolaus v. Arnim der Hauptmann in Angermünde war. Er starb 1329. Sein Sohn Berndt v. Arnim starb etwa 30 Jahre später. Berndt von Arnim hatte einen Sohn den Ebel v. Barnim auf Taschenberg und Jagow (geb. 1375-gest. 1386), der in Folge die Linie der Familie fruchtbar verbreiten sollte. Er hatte mehrere Söhne. Sein Sohn Claus v. Arnim auf Biesenthal (seit 1413) wird dabei später die Linie der Familie in Löhme begründen. Die anderen Söhne Lüdecke v. Arnim wurde Landvoigt, residierte seit 1440 auf Biesenthal und ab 1454 in Boytzenburg. Doch er stirbt ohne Erben 1476. Doch der dritte Sohn Henning von Arnim wird hier in Biesenthal u. a. die Linie der Väter weiter zeichnen. Doch zurück zum Claus v. Arnim (I.) auf Biesenthal. Er hat zwei Söhne. Der erste heißt Claus (II.) der andere Hans von Arnim. Claus II. stirbt vermutlich schon als Kind , so dass Hans das Erbe (Zichow und Falkenwalde) seines Vaters antritt und dann bei seinen Verwandten zunächst in Biesenthal residiert, doch ihm gehören Zichow und Falkenwalde von 1440 bis zu seinem Tode 1486.

Wappen der Familie von Arnim von 1620

Hier widersprechen allerdings aktuelle von der heutigen Familie der von Arnim ausgearbeitete Stammbäume.

 

Dieser Hans von Arnim hat wieder zwei Söhne. Ein Sohn heiratet nach Holland ein und sein ältester Sohn Claus v. Arnim geht nach Zichow und stirbt dort 1532.

 

Und jetzt tritt uns Löhme in Erscheinung. Claus von Arnim hat 3 Söhne und hinterlässt ihnen neben Landvermögen in Biesenthal, welches aus der Ur- Urväterlichen Linie noch des 14. Jahrhunderts stammt , den Ort Zichow. Das 16. Jahrhundert bringt Unheil über den Familienzweig der von Arnims. Der jüngste Sohn Hans v. Arnim, Hofmeister und Hauptmann stirbt 1553 und der zweite Sohn Wolf v. Arnim stirbt 1568, ohne Erben zu hinterlassen. Nur der dritte Sohn Franz v. Arnim heiratet. In dieser Zeit gehörte Löhme einem Claus Schlegel, einem alten Geschlecht, das im 16. Jahrhundert ausstarb. In dessen Folge muss Löhme wahrscheinlich an den Kurfürsten gefallen sein. Und nun betritt Franz von Arnim die Geschichte von Löhme, denn der Kurfürst tauscht 1577 den Ort Löhme gegen den Franz von Arnim gehörenden Anteil von Biesenthal ein. Der Anteil an Biesenthal war so unbedeutend, dass es für Franz v. Arnim von Vorteil war, einen zwar kleinen und unbedeutenden Ort zu bewirtschaften, aber dafür wichtige Entscheidungen alleine fällen zu können. Franz v. Arnim zieht nach Löhme um und leitet fortan mit geschickter Hand den jetzt aufblühenden Ort, dem es fortan gelang sich stets weiter zu entwickeln. Er stirbt in Löhme 1617.

Franz von Arnim oder Stephan II. von Arnim?

Nach anderer Quelle ist bekannt, dass zwei Nachkommen aus der alten Zichower Linie, Jobst I, Matthäus II († 1618) und Leonhard I (ca. 1595 – nach 1622) 1615 die ihnen gemeinsam gehörenden Anteile  der Zichower Güter an einen Stephan II v. Arnim (1587 – 1617) auf Löhme verkauften..

 

Nach ihm und schon zu Lebzeiten des Vaters Franz v. Arnim wohnten bzw. residieren in Löhme auch sein Sohn der spätere "Kriegskommissair" Franz Joachim v. Arnim (gest. 1639 in Löhme) und sein zweiter Sohn Berndt (Bernhard) v. Arnim. Bernd von Arnim war im kurfürstlichen Brandenburg u. a. zuletzt Rat, Kammerherr, Landvogt in der Uckermark und Erbherr auf Löhme (auch auf Zichow?), Boitzenburg. Er wurde in Löhme am 24. 8.1595 geboren und starb im Alter von 66 Jahren am 19.8.1661, kurz vor seinem Geburtstag. Er war mit Dorothea Elisabeth v. Katte (1597–1632) verheiratet. An ihn erinnert auch ein Totenschild in der Kirche Boitzenburg (Kr. Templin). Franz v. Arnim und seine beiden Söhne Franz und Bernd sollen in der, unter der Löhmer Kirche liegenden Familiengruft, beigesetzt worden sein.

Wappen von Bernd XII v. Arnim (1595–1661) am Aufgang zur Kanzel, Dorfkirche Löhme

Bernd von Arnim- Boitzenburg hinterlässt angeblich neben Schulden u. a. auch ein völlig verwahrlostes Löhme. Doch es gibt auch andere Versionen. Bernd von Arnim hatte ursprünglich 3 Söhne. Sein Sohn Berndt Friedrich v. Arnim auf Löhme, der Oberstleutnant war, starb schon zu Lebzeiten des Vaters Bernd v. Arnim bereits im Jahr 1660 ohne Nachkommen. Seine beiden Söhne Joachim Ehrenreich v. Arnim der Rittmeister von 1661 bis 1675 war und Franz Dietrich v. Arnim der Oberst- und Wachtmeister von 1675 bis 1691 war, erbten bzw. übernahmen den Löhmer Besitz. Doch sie waren aufgrund fehlender Sachkenntnis und Interesses nicht in der Lage oder nicht Willens, den Löhmer- Besitz zu halten, der dann erst weit nach dem Tod des Vaters zwischen 1662-1673 in Konkurs und anschließend in Zwangsverwaltung kommt. Die Güter Löhme und das in Weesow wird in dessen Folge von Lucius v. Rhaden erworben.

 

Die beiden Söhne des Jobst I, Matthäus II († 1618) und Leonhard I (ca. 1595 – nach 1622), waren nach wenigen Jahren bereits in solche Finanznot geraten, daß sie 1615 die ihnen gemeinsam gehörende Hälfte der Zichower Güter an Stephan II v. Arnim (1587 – 1617) auf Löhme verkaufen mußten.

 

 

1673 gibt es Streitigkeiten des neuen Besitzers Rhaden wegen der Fischereigerechtigkeit auf dem Löhmer See. In nachfolgender Zeit (1673) wird die Familie v. Götze mit Löhme und auch Börnicke, Willmersdorf, Weesow, Tempelfeld und Grünthal belehnt, bis der Besitz schließlich an den Etatsminister v. Happe veräußert wird.  

Während dessen kam das endgültige Aus der mehr als 400-jährigen Familiengeschichte der von Arnim. Die beiden letzten der von Arnim versterben ohne Nachkommen. Die Löhmsche Linie war damit ausgestorben.

 

1735 kauft der spätere Preußenkönig Friedrich II. bzw. der Kronprinz Friedrich Wilhelm I. den Ort Löhme zusammen mit Weesow und Willmersdorf für insgesamt 52.000 Taler und macht den Ort zum Domänengut Löhme. 1756 wurden die Dörfer Krummensee nebst Vorwerk und Seefeld vom Amt Altlandsberg zum Amt Löhme verlegt (Dieses Amt bestand bis 1874). Das Domänenamt galt bis zum Ende des II. Weltkrieges. Im Jahr 1950 wird die LPG "Jupp Angenforth" in Löhme gegründet. Im Jahr 1957 wird die Sportgemeinschaft "Traktor" von dem Landsportlehrer Hofestädt, Bürgermeister Staiger und dem LPG Mitglied Zerbst gegründet. 1999 wird das Dorf eingemeindet und ein Ortsteil vom benachbarten Seefeld.

Download:

Festschrift zum 250. Geburtstages des Dichterpastors F.W.A. Schmidt


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Martin Kuban, Werneuchen, Stand: 04. Dezember 2014