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Die Ortschronik

Die Besiedlung von Schönfeld dürfte nach der Eroberung des Slawenlandes zur Zeit der Ostexpansion im 12. Jahrhundert ausgegangen sein, , als viele Bauern aus aus anderen deutschen Gebieten dem Rheingebiet, aus Franken, Thüringen und Sachsen in diesen Raum siedelten.
Erste schriftliche Erwähnung findet der Ort allerdings erst in einer Urkunde aus dem Jahre 1315, worin ein Ritter namens Johannes de Sconevelde (Schonefelde) als Ratsherr in Strausberg genannt wird (Ortslexikon Brandenburg von Böhlhausen).

Das Wort Sconevelde bedeutete im 13. Jahrhundert nicht schönes Feld, sondern: geschontes Feld, schonendes Feld oder Schonung auf dem Feld. Im 13. und 14. Jahrhundert war die Schreibweise für "schön" bereits die Gleiche wie heute. Gleichzeitig verlor das aus dem niederländischen, auch altdeutschen oder auch ostfriesischen stammende und von den aus dieser Region stammenden Siedlern im 12. Jahrhundert eingeschleppte Wort scone, durch Vermischung der Bevölkerung von Schönfeld wie auch durch den Wechsel im Sprachgebrauch in der Region seine Bedeutung. Aus sconevelde musste im Landbuch 1375 deshalb nicht nur zwangsläufig ein Schonfeld  bzw. Schönfeld werden, sondern der Landreiter, wie das Landbuch beweist, "deutschte" viele Namen einfach nach dem Wortlaut desjenigen ein, der ihm über die notwendigen Angaben Auskünfte erteilte.

Weiter wird auf einer am 10. Januar 1335 von dem Bischof Ludwig von Brandenburg ausgestellten lateinischen Urkunde den Klosterbrüdern die Zehnthebung in allen Besitzungen des Klosters versichert.
Unter diesen Besitzungen befinden sich 6 Hufen (Gehöft mit 30 - 60 Morgen) in Sconenvelde.
1335 wird Schönfeld als Sconenvelde erwähnt
1375 wird Schönfeld als Schonenveld, Schonenfelt und Schonevelt bezeichnet
1450 Schonfelt, 1472 Hagen Schonefeldt, 1541 Schonfeldt

1541 wurde als Kirchenpatron Anthonius Holtzendorff erwähnt.

Schönfeld früher Hohenschönfeld?

Der in mittelalterlichen Urkunden oft vorkommende Ort "Hohenschönfeld" wird von der Wissenschaft dem Ort Schönfeld bei Beiersdorf.

1541 wurde als Kirchenpatron Anthonius Holtzendorff erwähnt.
1608 wird Schönfeld als Hohenschönefelde bezeichnet.
Nach dem 30-jährigen Krieg lag Schönfeld wüst.

Schonefeld (Schönfeld) auf der ältesten Landkarte des Barnims aus dem Jahr 1683

Auf der ältesten heute erhaltenen Landkarte des Land Barnim sind Beiersdorf, Hirschfelde, Bernewicken, Schonefeld, Tempelfelde, Buchholz, Wilmmstorf verzeichnet.

 


1762 und 1814 wurde der Ort Opfer von Feuersbrünsten.
Am 10. Juni 1762 wurde durch Blitzeinschlag ein Gehöft, die Kirchenscheune, die Wohnung des Schulmeisters und die des Ochsenhirten und ein weiteres kleines Haus zerstört.
Am 23, Mai 1814 wurde durch den fahrlässigen Umgang mit offenem Feuer durch einen Dienstjungen wieder ein Brand entfacht. Hier wurden 13 Bauernhäuser mit Scheunen und Ställen, ein Büdnerhaus und das Haus des Schäfers zerstört.
1823 wurden durch einen Brand 3 Bauernhöfe zerstört.
Die ältesten Familien in Schönfeld sind die Familie Klockow (1620), Familie Giese und Wittstock (1625). Auch werden die Familien Paenecke und der Bauern Dame in Unterlagen für eine Geldrente zu finden. Heute hat der Ort 320 Einwohner und umfasst 2000 ha.

Nach 1945 wurden entlang der Ausfallstraßen neue Grundstücke parzelliert und mit neuen Wohnungen bebaut. Gesamtfläche 1796 ha; Einwohner: 460.

An der Grenze der Feldmark gegen "Wehsow" hin liegt in einem kleinen Gebüsch ein 2,5 Fuß hoher Stein, an welchem sich 5 Riesenfinger eingedrückt sind, weshalb derselbe auch der Riesenstein genannt wird. (L. B. von 1843) zugeordnet.

Download:

Festschrift zum 250. Geburtstages des Dichterpastors F.W.A. Schmidt


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Martin Kuban, Werneuchen, Stand: 04. Dezember 2014