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Die Kirche

Schönfeld verfügte über eine mittelalterliche Feldsteinkirche mit eingezogenem Chor und runder Apsis aus dem 13. Jahrhundert. Aus der Entstehungszeit stammen wahrscheinlich noch der wuchtige Westquerturm und Teile der Mauern des Schiffes. Bei der Schönfelder Kirche handelt es sich so um eine typische Wehrkirche.
Das heutige Kirchenschiff ist ein Feldsteinbau aus behauenen, quadratischen Feldsteinen, wobei die Fenster mit Backsteinverzierungen umrahmt sind. Sie ist von einem früheren Begräbnisplatz umgeben.
Die Kirche liegt inmitten des alten Dorfangers, umgeben vom Friedhof. Sie ist ein Rechtecksaal mit Turm und kann wohl dem ausgehenden 15. oder beginnenden 16. Jahrhundert zugeordnet werden. Die erhaltene mittelalterliche Glocke entstand 1530; damals wird das Kirchengebäude bereits vollendet gewesen sein. Der Westquerturm, der mit einem hohen Walmdach abgeschlossen wird, ähnelt dem von Löhme. Im 18. Jahrhundert wurden an der Kirche mehrere Veränderungen vorgenommen. Der spätromanische Stil der Kirche blieb jedoch erhalten.
Im 19. und zu Beginn des 20. Jahrhunderts (1908/10) erfuhr die Kirche grundlegende bauliche Veränderungen. Das Kircheninnere erhielt eine segmentbogige bemalte Holztonne und eine Westempore, die von Pfeilern gestützt wird.
Das Westportal, den Turmabschluss und den Helm erhielt die Kirche im Jahr 1884. Die Kriegsschäden an Turm und Schiff wurden 1966 beseitigt.
Sehr schlichtes Inneres - an der Ostwand hinter dem Altar hängt ein hölzernes Kreuz. Davor stehen der gemauerte Altartisch, die Kanzel und links die Sandsteintaufe aus dem 19. Jahrhundert.
Der hölzerne Altar, geschmückt von einem Kreuz, datiert aus neuerer Zeit. Die drei Chorfenster in der Ostwand des Altarraumes haben Glasmalereien im Jugendstil, die in den Jahren 1908/10 entstanden sind. Zur gleichen Zeit wurde die hölzerne polygone Kanzel mit ihren bemalten Brüstungsfeldern erbaut. Die Sandsteintaufe in Form eines Pokals datiert aus dem Jahre 1597. Die Orgel auf der Westempore, deren Brüstung vorgelagert ist, entstand im Jahre 1892.
Nach 1945 wurden entlang der Ausfallstraßen neue Grundstücke parzelliert und mit neuen Wohnungen bebaut. Gesamtfläche 1796 ha; Einwohner: 460

Die Kirche die sich fast in der Mitte des Angerdorfes befindet, ist heute von einem Friedhof mit einer Friedhofsmauer umgeben. 1315 wird in einer Urkunde ein Johannes de Sconevelde als Ratsherr in Strausberg genannt. Aus dem Landbuch erfahren wir das 1375 zu Schönfeld 104 Hufen Land, davon vier Pfarr- und eine Kirchenhufe gehörten. In der Matrikel von 1459 wurde Schönfeld eigenartigerweise nicht erwähnt. 1541 war Schönfeld eine Tochterkirche von Beiersdorf. Als Patron wurde Anthonius Holtzendorff genannt. Es gab etwa. 100 Kommunikanten. Die äußere Gestalt deutet darauf hin, dass es sich um eine Kirche aus dem 13. Jahrhundert handelt. Die Apsis wird sicher die drei obligatorischen Fenster besessen haben, der Chor wahrscheinlich je zwei und das Schiff mit Sicherheit zwei mal vier. Mindestes zwei Türen existierten, da der Westeingang neu ist, kann nicht sicher entschieden werden, ob auch hier bereits ursprünglich eine Pforte war. Es fällt auf, dass das regelmäßige Quadermauerwerk des Turmes weit über das Schiff hinausreicht. Zu fragen wäre auch nach einzelnen Phasen der Turmaufstockung, der etliche Unregelmäßigkeiten zeigt. Wahrscheinlich wurde er teilweise zerstört und anschließend wieder hergestellt.
Äußeres
Länge Turm: ca. 7,1 m, Breite Turm und Schiff: 11.1m; Länge Schiff. 15,5 m, Länge Chor: ca. 5 m; Breite: ca. 7 m; Länge Apsis: ca. 2 m; Breite: ca. 5 m. Das Gebäude gliedert sich in einen querrechteckigen Turm, ein Schiff in Turmbreite, und einen leicht eingezogenen Chor mit einer halbrunden Apsis. Der Chor wurde 1945 zerstört und noch als Ruine erhalten. Besonders die Südseite ist fast völlig zerstört. Es ist nicht sicher, ob das regelmäßige Mauerwerk der Sakristei an der Nordseite des Chores ursprünglich ist. Auch das übrige Mauerwerk der Kirche besteht aus regelmäßigen Quadern. Der Turm besitzt einen Sockel, der sich an beiden Schiffsseiten bis zur Mitte fortsetzt. Der Turm besteht in voller Höhe aus regelmäßigen Feldsteinquadern. Der obere Teil geht auf den
Umbau von 1884 zurück. In Schiffshöhe hat er einen Absatz. Ein zweiter Absatz ist in Giebelhöhe zu erkennen. Im oberen Teil der Westseite finden sich unregelmäßige Feldsteine in flickenartigen Flächen. Die zwei mal vier Fenster des Schiffes sind durch die modernen Backsteingewände völlig verändert. Über die Fenster von Chor und Apsis lassen sich keine Angaben machen. Auf der Nordseite des Schiffes findet sich der Rest einer vermauerten rundbogigen Pforte, an der Südseite (etwas östlich versetzt) eine vollständige vermauerte Rundbogenporte.
Innenraum
Im Jahre 1600 wurden zwei Leuchter aus Messing, ein Kelch mit Patene und eine rot-samtene Kasel erwähnt.

Download:

Festschrift zum 250. Geburtstages des Dichterpastors F.W.A. Schmidt


Werneuchen-Aus alter Zeit

ist ein Buch zur Geschichte der Stadt Werneuchen und

Eine Vorschau finden Sie hier: Werneuchen - Aus alter Zeit - Google Books-


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Martin Kuban, Werneuchen, Stand: 04. Dezember 2014