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Die Neubauernsiedlungen 1-9

Um den Bedarf an Boden für Flüchtlinge, Vertriebene und landlose bzw. landarme Familien in Weesow zu decken, wurde unter der sowjetischen Besatzungsmacht beschlossen, diesen Familien geeignete Flächen für die Bebauung und Bewirtschaftung zur Verfügung zu stellen.
Auf Initiative von Albert und Wilhelm Schmidt, die auch in der Folgezeit einen nachhaltigen Einfluß auf die Nachkriegsentwicklung Weesows ausgeübt haben sollen, entstanden nun Anwesen als geschlossene Siedlung im Anschluß an das vorhandene Dorf, ohne das vorhandene historische Ortsbild zu beeinträchtigen. Denn am Ende der Dorfstraße in Weesow bog diese nach Norden ab. Es bot sich hier für die damaligen "Ortsplaner" eine Bebauung links und rechts des damaligen der Dorfstraße gerade weiterführenden Sandweges an.
Die Siedlung wurde ein Ergebnis von Gemeinschaftsarbeit. In gegenseitiger Hilfe beim Bau, der Materialbeschaffung, Transportfragen, ebenso auch beim Holzschlag in den Waldparzellen der Neubauern im Raum Tiefensee. In diesem Zuge entstanden ab den Jahren 1947/49 hier Zug um Zug bald fast 20 Baugrundstücke für neue Bauern. Neben 13 Großbauern gab es jetzt 16 Neu- und 2 Kleinbauern.
Das Land links und rechts des Beiersdorfer Weges soll bis 1946 der Familie Fritz Thürling gehört haben. Die sowjetische Besatzungsmacht hatte aber schon 1945 mit der Enteignung von Großbauern und Industriellen in der Region begonnen. In diesem Zuge wurde damals in Weesow auch die Bauernfamilie von Fritz Thürling 1946 enteignet.
(Die Thürlings sind einer der ältesten nachweisbaren Dorfamilien von Weesow. Sie wird bereits 1375 als Dährling erwähnt. Sie führen das Erbschulzengut mit 10 Hufen. Der "Krug" Gasthof in Weesow muß übrigens 1 Talent an den Schulzen Thürling abgeben und das Lehnpferd halten. Im ältesten Kirchenbuch von Weesow wurde erst 1652 wieder die Fam. Thürling erwähnt. 1773 wird der Bauer Andreas Thürling und die Familie Martin, Christian, Jürgen und Christoph Thürling erwähnt.)
Der Siedlungsweg Nr. 1 gehörte früher Franz Wittstock, dann Paul Rau und dann Erich Rau
Nr. 2 gehörte erst Otto und Werner Liesegang, dann Franz Kalberg und später seiner Tochter Christel Kalberg (verheiratet Schaffrinski), welche heute hier wohnt
Nr. 3 gehörte früher Werner und Lisbeth Liesegang, dann Karl Schmidt und dann den Söhnen Günther und Dirk Schmidt, welche heute hier wohnen
Nr. 4 gehörte früher Liesegang. Neubauer wurde Gerhard Heinze mit seiner Frau. Nach ihrem Tode wurde das Ackerland wieder an das Volkseigentum der DDR übertragen. Das Grundstück mit dem Haus wurde an den aus Schönfeld stammenden Karl-Heinz Grohnwald verkauft, welcher heute hier wohnt
Nr. 5, Neubauer wurde Wilhelm Schüler. Das Grundstück mit dem Wohnhaus, sowie die Ackerflächen wurden 1960 an die LPG Weesow übertragen. Die LPG baute es weiter für Melker aus, die in der Tierzucht tätig waren. Nach der Wende 1989 wurde das Grundstück mit den Gebäuden an eine Fam. aus Berlin verkauft.
Nr. 6 Neubauer wurde Alfred Metzdorf der 1948 bis 1950 die Gebäude auf dem Grundstück errichtete. Nach der Fertigstellung übergab er das gesamte Grundstück an Kurt Materne, der aber schon 1953 die DDR verließ. Danach übernahm Familie Karl und Martha Kremp das Neubauerngrundstück Nr. 6, welche heute beide hier wohnen.
Nr. 7, Neubauer wurde Wilhelm Klaus. Schon in den 40-ziger Jahren hatte er die Bäckerei in der Dorfstraße gepachtet und wohnte dort seitdem. In den 50-zigern gab er die Bäckerei auf und erbaute die Gebäude auf seinem neuen Neubauerngrundstück Nr. 7. Später zog er nach Westberlin. Johannes und seine Frau Lieschen Büttner übernahmen nun das Grundstück und Haus. Nach ihrem Tod übernahm der Sohn Gerd Büttner die Wirtschaft, welcher heute hier wohnt.
Nr. 8, Neubauer wurde die Familie des Robert Krause. Nach dem Versterben der Eheleute Krause wurde das Grundstück von den Erben an Norbert Gülle verkauft, der heute hier wohnt.
Nr. 9, Neubauer wurde Fritz Krüger der im folgender Zeit die Gebäude errichtete. Nach seinem Tod übernahm die LPG das Grundstück. Hier wohnten im folgenden eine Familie, die bei der LPG beschäftigt war. Nach der Wende übernahm die Gemeinde Weesow das Grundstück und vermietete die Wohnung.

Download:

Festschrift zum 250. Geburtstages des Dichterpastors F.W.A. Schmidt


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Martin Kuban, Werneuchen, Stand: 04. Dezember 2014