Die Dorfstraße 2 und 2a
Der Bauernhof der Behrends und Tißmers und die Dorfstraße 2a der Bauern Liesegang
Der geräumige vierseitig angelegte Bauernhof entstand etwa um 1889 und gehörte dem Bauern und Ackerbürger August Behrend (*27.1.1834-†24.8.1901) und seiner Frau Marie Behrend (geb. Beator, *12.4.1846-†27.10.1908). Der aus der Ehe hervorgegangene Sohn August Behrend (*31.8.1866, †30.11.1936) heiratete Anna Behrend (*23.1.1876, †9.6.1944, geb. Pähnicke aus Schönfeld) und übernahm später den Hof.
Aus der Ehe ging Tochter Elli Behrend (16.6.1902, † 11.7.1949) hervor, welche den Bauer Walter Tißmer (*29.4.1898, †13.7.1972) aus Werneuchen heiratete. Ihnen wurde ein Sohn Gerhard geboren. Auf dem Foto welches aus den 30-Jahren stammen muß, sind der Bauer Paul Tißmer mit seiner Frau Elli, ihr Sohn Gerhard und die Eltern von Elli zu sehen.
Nach dem frühen Tode seiner Frau Elli im Jahre 1949 heiratete er 1950 seine 2. Frau Magarethe geb. Roweike.
Walter Tißmer hatte in den darauf folgenden Jahren stark unter der damaligen Zwangswirtschaft zu leiden. Die hist. Bauernwirtschaft bestand ehemals aus dem Hof mit Wohnhaus, Stallungen Scheunen und etwa 100 ha Land. Davon waren etwa 15 ha Wald. Nun wurden große Teile des Ackerlandes an die LPG zwangsverpachtet. Ebenso Teile der Scheune und den Kuhstall. In den 50-60 zigern hatte Walter so nur noch etwa 2 Pferde, 3 Schweine und Hühner und ein paar Hektar für den Eigenbedarf. Bis in die 70-ziger bestellte er selbst dieses Land, bis er beim Pflügen 1972 mit dem Pferdewagen auf seinem Feld bei Weesow verunglückte und wenig später an den Folgen im Haus der Dorfstr. 2 verstarb.
Walter Tißmer hatte übrigens einen Bruder, den Paul Tißmer aus der Mühlenstraße 3 in Werneuchen. Walter war mit Anna Tißmer (geb. Thürling) verheiratet und hatten eine Tochter Grete, welche jung an einem Herzleiden verstarb.
Aber zurück zum Gerhard Tißmer (*†1924-?).Gerhard heiratete Dorothea Schott. Unter dem Druck der DDR- Zwangswirtschaft verließ Gerhard mit seiner Frau Dora und Tochter Christina ihre Heimat und lebten in Markdorf (Baden) am Bodensee.
Aus dieser Eher gingen neben Christina noch Norbert und Susanne Tißmer hervor.
Nach der Wende übernahm 1992 Christina Frenzel-Pohl, geb. Tißmer und ihr Bruder Norbert den familiären Besitz des Großvater, nachdem Gerhard Tißmer und seine Frau Dora kurz nacheinander verstarben.
Norbert Tissmer heiratete übrigens Frau Dagmar Maier. Aus dieser Ehe gingen Ute und Jörg Tissmer hervor.

Foto: Paul und Elli Tißmer

Foto: Gerhard und Dora Tißmer mit ihrer Tochter Christina

Anna Tissmer geb. Thürling und Frau von Paul Tissmer aus Werneuchen.
Dorfstraße 2a
Der Hof Liesegang wurde auf dem von Hof Behrend erworbenen Grundstück 1890 neu erbaut von Friedrich Liesegang, dem Ältesten der drei Brüder aus dem Hof Dorfstraße 4, Stammsitz der Familie Liesegang.
Von den drei Kindern, Otto, Erich und Frieda übernahm Otto Liesegang den Hof 1922; verheiratet mit Helene, geb. Pählicke aus Wegendorf.
Erich Liesegang zog nach Berlin, wo er ein Hotel „Stagarder Hof" übernahm, später wohnte er in Lichtenow, Kreis Strausberg.
Frieda Liesegang heiratete den Bauern Gustav Thürling in Werneuchen,
Werner Liesegang, geb. 1924 verheiratet mit Lieselotte Henze aus Freudenberg mußte 1953 zusammen mit den Eltern den Hof unter dem Druck der Zwangswirtschaft verlassen und lebte mit den Angehörigen in Menden (Westfalen).
Nach dem Tod der Eltern starb seine Frau nach jahrelanger Krankheit und etwas später auch die Tochter.
Nach der Wende erhielt er den Besitz zurück, seine Enkelin Ramona Schälter will ihn übernehmen.
Werner Liesegang selbst bleibt in Menden.

Download:

Festschrift zum 250. Geburtstages des Dichterpastors F.W.A. Schmidt


Werneuchen-Aus alter Zeit

ist ein Buch zur Geschichte der Stadt Werneuchen und

Eine Vorschau finden Sie hier: Werneuchen - Aus alter Zeit - Google Books-


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Martin Kuban, Werneuchen, Stand: 04. Dezember 2014