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Die Schule

Schon 1541 scheint Wegendorf eine Schule besessen zu haben, denn die Matrikel dieses Jahres 1541 meldet: "Küster hat ein Küsterhäuslein, 31 Schock Hufenpacht, jeder Hüfner und Kossät gibt jährlich 4 Brote und 4 Pfennig, jede Hufe 2 Eier. Pfarrer und Kirche geben auch 2 Groschen. Im Schwerinschen Hausbuch von 1683 steht: "Der Küster, so auch zugleich Schulmeister sein und deshalb aparte befriedigt werden muss, hat ein Küsterhäuslein und ein Gärtlein dabei." Item 1/2 Scheffel Meßkorn von jeder Hufe. 3/4 jährlich aus jedem Hause ein Brot und 1 Dütchen die Ostereier und die Accidentien".

1693 wird Schneidermeister Siegmund Eustachius als Lehrer genannt. Sein Nachfolger scheint der 1759 verstorbene Küster zu Wegendorf und Buchholz, Johann Wilcke gewesen zu sein. Kurz nachher wurde aber Buchholz wieder abgetrennt. Als Schulmeister bezog Wilcke 1 W. 6 Sch. Roggen, 16 Brote, 2 Tlr. 18 Groschen Bargeld, 1 Sch. 1 Mandel Ostereier. Wilcke folgte im Lehramt Lorenz Fischer (1760-1792). Nachdem man sich von seiner Person und Geschicklichkeit versichert", auch das Probesingen wohl ausgefallen war, wurde der Präbarand Lorenz Fischer zum Küsterschulmeister angenommen. An "Tractements, Gehalt, Accidentien und Emolumenten" soll er erhalten:

1 W, 61/2 Sch. Korn, als dazu das Vorwerk 8 Sch., jeder Bauer 2 Sch. und jeder Koss. 1/2 Scheffel alljährlich beiträgt. 64 Brote, als von jedem Bauer alljährlich, 1 Tlr. 18 Groschen alljährlich von der Kirche, 1 Taler Seigergeld von der Gemeinde 1 DSch. 3 Mand. 1 Stück Ostereier und zwar 31 Stück vom Vorwerk 4 St. von jedem Bauer, 1 St. von jedem Kossäten, von jedem Schulkind, so im Lesen unterrichtet wird, wöchentlich 1/2 Groschen, so aber im Schreiben und Rechnen zugleich informieret, wöchentlich 1 Groschen Schulgeld. Ingleichen für jedes Kind alljährlich 1 Fuhre Brennholz. Von jeder Hochzeit ein Tuch und 3 Groschen, von jedem Hause 3 Groschen. Für das Einholen des Predigeropfers alljährlich 4 Groschen, das Küsterhaus zur freien Wohnung nebst Garten. Für die Anstellungsanfertigung setzt der Altlandsberger Amtmann nicht weniger als 9 Taler Gebühren an, wofür Fischer "ein ganzes Jahr Not leiden müssete", wenn er sie bezahlen sollte. Auf seine Beschwerde hin setzt die Kammer diese gebühr auf die Hälfte herab. Von 1792 ab vertritt der Präbarand Johannes Ludwig Jordan die Lehrerstelle, ihm folgt Ephraim Friedrich, bisher Schulhalter in Mehrow (1792-1811), dann Karl August Lichterfeld (1811-52), R. Lehmann (1852-86), † im Ruhestand 1894 in Peitz. Es folgten 1887-92 Rudof Krüger. 1892 - 1905 Th. Lebrecht Füllgraf (geboren 1848, war früher für 6 Jahre Lehrer in Coepenick, dann 16 Jahre in Zinna). Unter ihm wurde das Schulhaus 1893 und 1904 umgebaut und erweitert. Schülerzahl damals 40-50, später bis zu 70. Fischer starb im September 1905. 1905-1914 B. Dachs geht dann nach Ketschendorf bei Fürstenwalde. 1914 Karl Wächter, machte den Weltkrieg mit. Er starb den Heldentot am 2.4.1916 bei Douaumont. Seit 1915 Hans Jessel (er hat 16 Monate im Felde gestanden) Die Ablösung der auf den bäuerlichen Grundstücken für die geistlichen Institute haftenden Reallasten ist durch Rezeß vom 14.3.1876 erfolgt. Das Schulhaus wurde 1893 und 1904 umgebaut und erweitert, Schülerzahl damals 40-50, später bis zu 70.

Das Schulhaus wurde 1893 und 1904 umgebaut und erweitert, die Schülerzahl damals 40 bis 50, später bis zu 70. Die Schule wurde später aufgelöst und das Gebäude durch den Kindergarten genutzt, welcher 1992 geschlossen wurde. 1993 gründete ein Elternverein einen neuen Kindergarten mit anfangs 15 Kindern. Heute befindet er sich in einem neuen Gebäude in der Schulstraße mit rund 75 Kindern (Stand 2008).

Download:

Festschrift zum 250. Geburtstages des Dichterpastors F.W.A. Schmidt


Werneuchen-Aus alter Zeit

ist ein Buch zur Geschichte der Stadt Werneuchen und

Eine Vorschau finden Sie hier: Werneuchen - Aus alter Zeit - Google Books-


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Martin Kuban, Werneuchen, Stand: 04. Dezember 2014