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Die Franzosenzeit

Anfang des 19. Jahrhunderts erreichen uns schlechte Nachrichten aus Willmersdorf. Einige Tage nachdem die ersten französischen Truppen Napoleons in Berlin eingerückt waren, fanden sich Marodeurs von der reitenden Artillerie im hiesigen Kruge ein und es wurden Pferde und 40 Rtr. und dann noch 10 Rtr. gefordert. Diese Summe erhielten sie, weil der Schreck, den gewöhnlich die erste Erscheinung des Feindes auf das Gemüt eines jeden zu machen pflegt, gern gibt, um den Feind loszuwerden.
Die Lasten des Krieges wären für Willmersdorf erträglich gewesen, wenn nicht mit dem Monat Oktober 1807 auch hier die Cantonierungen angefangen hätten, und zwar zuerst von der bayerischen Infanterie und nachher von französischen Carabiniers, da den letzteren, bis zum 8/4. 1808, außer der täglichen Kost auch eine lange Zeit Fourage für die Pferde von der Gemeine gereicht werden musste. So veranlassten diese täglichen Lieferungen, daß für mehrere Willmersdorfer die Not groß wurde.
Nachdem die Carabiniers abgegangen waren quartierte sich französische. reitende Artillerie in Willmersdorf ein.
Am 17. Februar 1813 kamen der alten Handelsstraße folgend, in Richtung Werneuchen 2000 Franzosen, gefolgt von 80 Mann russischer Kosaken. Im Raum Freudenberg, Beiersdorf, Werneuchen kam es zu einem Gefecht, welches drei Tage dauerte.
Die Kosaken mussten ausweichen. In aller Stille des Nachts verließen sie ihr Lager, welches bei Hirschfelde war, und zogen sich nach Strausberg zurück. Die Franzosen folgten ihnen am Tage und wurden sämtlich von den Russen zu Gefangenen gemacht. Damit endete auch für Willmersdorf die Franzosenzeit.

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Festschrift zum 250. Geburtstages des Dichterpastors F.W.A. Schmidt


Werneuchen-Aus alter Zeit

ist ein Buch zur Geschichte der Stadt Werneuchen und

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Martin Kuban, Werneuchen, Stand: 04. Dezember 2014